Von dem Schnupfen. 139
der Brust zu einer Gattung gehöret, so muß auchdie Behandlung einerley seyn. Wenn der Schnup-fen stark ist, so muß man einen Aderlaß am Armvornehme»; dies verkürzt sehr seine Dauer. DerAderlaß ist allemal nothwendig, wenn der Krankevollblütig ist, einen starken Husten und heftigeKopsschmerzen hat. Man muß sehr reichlich vonden Getränken No. 1.24. trinken. Es ist nütz-lich, alle Abend beym SclMseugehen ein Fußbadzu nehmen. Ungeachtet des alten Vorurtheils,das die Fußbader in dieser Krankheit als sehr ge-fährlich ansehen ließ, schaffen sie den Kranken einensehr großen Vortheil, indem sie das Fieber, dieKopfschmerzen und den Husten mindern. DieClystiere sind auch sehr dienlich, wenn der Krankeverstopft, oder das Na/sir weniger als gewöhnlichist. Mit einem Worte, wenn man 5cn Aran,ken »lach der LebenoordnunH hält, so ist dieHeilung sehr geschwinde da.
§. 129.
Allein'oft ist das Uebel so geringe, baß mannicht glaubt, eine vollständige Cur anfangen zudürfen. Man wird leicht, auch ohne Arzeney«Mittel, wieder besser, wenn man sich einige Tagedes Fleisches, der Eyer, der Fleischsuppen, desWeins, und alles dessen enthalt, was scharf, fettoder schwer ist; wenn man von Brod, Garten,gewachsen,Baumsrüchten, und Wasser lebt; inson°derheit wenn man wenig oder gar nicht zu Abend
speiset.