42 Ursachen, welche die Krankheiten
führt die fiüßigsten Theile des Bluts weg, machtes trockner, dicker und hißiger; und da es in allenhitzigen Krankheiten, ausgenommen eine kleineAnzahl, die sehr selten sind, ohnedies schon allzu-dlck lst, so verinehrt der Schweis augenscheinlichdas Uebel. Weit entfernt, dem Blute seine was-senchte Theile zu nehmen, muß man suchen, ihmdergleichen zu geben. Es ist kein Bauer, dernicht bey einem Seitenstechen oder bey einer Ent.zündung der Brust zu sagen wisse, daß sein Blutzu dicke sey, und m'cht umlaufen könne. Siehter solches in der Schale, so findet er es schwarz,trocken und verbrannt. Wie? Kann ihm dann diegesunde Vernunft nicht sagen, daß er, weit entferntvon dergleichen Geblüte das Nasser durch denSchweis wegzutreiben, viel lkber etwas hinzumischen mü//e?
§. 14.Aber wann es auch wahr wäre, wie es dochnicht ist, daß der Schweis im Anfange derKrank-heit nützlich sey, so würden doch die Mittel, welcheman anwendet, ihn zu befördern, nicht wenigertödtlich seyn. Das erste ist, den Kranken durchdle Hitze des Zimmers und durch Bettzeug zu ersti-cken. Mit verdoppelter Sorgfalt verhindert man,daß keine frische iuft in die Stube eindringe, wo-durch eben die, welche drinnen ist, bald auf dasäusserste verdorben wird; und zudem schafft mandurch die iast der Decken eine solche Hiße, daß
diese