32 Ursachen der Krankheiten
ieib, nach dem Aderlaß, bisweilen sehr geschwindegeholfen.
Man muß sich sehr wundern, daß die landleutesooft dieser schädlichen Gewohnheit sich überlassen,ohngeachtet sie, sogar bey ihrem Vieh, die Ge-fahr davon kennen. Es ist kein einziger, der seinePferde nicht vom Trinken abhält, wann sie erhitztsind, hauptsachlich wenn sie sich ausruhen müssen.Er weiß, daß, wann er sie trinken liesse, sie viel-leicht davon crepiren würden; aber sich selber scheuter nicht der Gefahr blos zu stellen. Doch dies istnicht das einzige Exempel, worin :r mehr für dieGesundheit seines Viehes, als für seine eigene zusorgen scheinet.
§- 5-
Eine vierte Ursache, welche aufZedermann,aber am meisten auf die Bauren einen Einfiußhat, ist die Unbeständigkeit der Witterung. Oftverändert sie sich an einemTaqe zu verschiedenen-malen, so daß Wärme mit Kalte, und Kalte mitWarme plötzlich abwechselt. Dies eben bringtdie vielenFlüße und Schnupfen. Die beste Vor-sicht dagegen ist, sich gewöhnlich etwas wärmerzu kleiden, als die Iahrszeit es zu sodern scheinet;frühe imHerbst die Winterkleider anzuziehen,undnicht zu eilig im Frühling sie abzulegen. KlugeArbeiter, die sich während ihrer Arbeit entkleiden,ziehen des Abends aufihrem Rückwege ihre Klei°der wohlbedächtlich wiederum an. Diejenigen,
welche