ein hohes Alter zu erlangen. 105
den; deswegen die Alten und einige judliche Völ-ker noch die Gewohnheit haben, bey starker Son^ncnhitze und warmen Badern den ieib mit fettenSachen zu schmieren, und damit sowol die allzu"starke Ausdünstung oder den Schweiß zu hindern,als auch sich gegen die iuft zu waffnen. Die un-merkliche Ausdünstung wird durch einen vorherge-gangenen starken Schweiß, durch nasse und kalteluft, durch abwechselnde und ungestüme Witte-rung, insonderheit aber durch Nord-und Ostwin-de gehindert und zurückgehalten. Geschiehet die«se Veränderung so, daß eine starke Ausdünstungund insonderheit ein Schweiß vorhergegangen,und von nnn an beydes(Ausdünstung und Schweiß)gar ausbleibt; so wird man endlich steif und starr,nimmt stündlich an der Schwere zu, bis man sichnachgerade gar zu Bette legen muß. .Bey star-ken Personen wird die nöthige Ausdünstung vonder Kälte nicht gehemmt. Es ist gewiß schwer,sich zu der stärksten Kälte zu gewöhnen, und wirfinden doch, daß die ieute, welche nahe an demNordpol wohnen, und von sehr mäßiger Nah»rung leben, nicht leicht erfrieren; dahingegen die-jenigen, welche nahe an Süden wohnen, durrddie allzu große Hitze ihr ieben verlieren, inson-derheit die, deren Abende und Nächte kalt undfeucht sind, wovon die geöffneten Schweißlöcherverschlossen werden. Die insonderheit ans dasbloße Haupt fallende Sonnenhitze kann faulendeFieber entzünden, und einen schnellen Tod Derur-5 5 fachen.