8o Von den wahren Mitte.
er empfindet in sich selbst niemals den unangenehmmen Verlust der wahren Glückseligkeit.
Ein Mann von dreyßig Jahren ist kein wei»ser Mann, wann er noch nicht gefunden hat, wasfeinem ieibe gesund ist; denn, wann er einmal indas graue Alter kömmt, so muß er seine vieljäh»riqe Erfahrungen schon zu seinem Besten genutztl^aben.
Das Verhältniß seiner Kräfte muß seiner Ar«beit Gränzen setzen können. Die Begierden derJugend verschwinden vPi selbsten, oder die Na»tur — ehe ihr Vermögen ganz und gar aufhört —vermindert doch wenigstens den Schaden von derAusübung derselben.
Alte ieute weichen oft herrschenden anstecken-«den Seuchen glücklich aus, und verge/sen darüberbald ihre vorige Krankheiten.
Ihre mangelhafte Absonderungen, ihr salzigesBlutwasser (8erum), ihre verhärtete Säfte undFibern, machen sie aber zu andern Beschwerlich-keiten geneigt, zu mancherley Verstopfungen inden Eingeweiden, zu Steinschmerzen, Gliederweh,Engbrüstigkeit, Husten, Ausschlag, Augenstüssen,Schlaffheit der Haut, Blutstockungen, kaltemBrand, Schwindel, Ohnmacht, Schlag und gä<hen Tod.
Aderlasse und andere dergleichen Hülfsmittelmüssen bey den Krankheiten der Alten sehr spar»sam gebrauchet werden, weil sie der Körper nichtmehr wohl verträgt. Viele von diesen langwie«
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