ein hohes Alter zu erlangen. 79
vorzuschlagen; aber sie müssen doch mit Mäßig-keit genossen werden, weil sie trocknend und meh-rentheils mit unsern Saften schwer zu vereini-gen sind.
Aus dieser Ursache muß man vorsichtig mitverschiedenen hißigen Getränken umgehen, ob sieschon von einigen ganz alten Personen unschädlichgebraucht werden.
Für einen alten Mann ist es dienlich, mehr zuschlafen als er in jünger» Jahren geschlafen, wie-,wol sein ausgetrocknetes Gehirn und viele andereGebrechlichkeiten und Kümmernisse ihm diesesnicht allezeit zulassen.
Das unangenehme Gefühl von seinem kränk-lichen ieibeszustand, ist ihm empfindlich, und dieErinnerung von dem Vergnügen der vorigen Zeit,erwecket in ihm Ungedult und Unlust über die Zeit,die ihm gegenwärtig ist.
Er muß seinen müden Kopf nicht zu sehr be-kümmern; denn der wird selten alt, der ein betum»wertes Gemüth hat, und nur demjenigen ist dasAlter am ieibe lind am Gemüthe erträglich, wel-cher einen gesitteten und ehrenvollen Wandel ge-führet, welcher von niemand etwas zu fürchten hat,welcher noch Menschen lieben, über seine K ndersich freuen ka m, und nicht neidisch über dieSchätze und Vortheile ist, die er verlassen soll.
Er wird die Freude und das Muster seinesGeschlechts; die jünger», die er sich verbindlichgemacht, verehren und bedienen ihn mit iust, und
er
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