(in hohes Alter zu erlangen. 77
Hat ein Mann sich regelmäßig verhalten, ehe«r die Reife seiner gesetztem Jahre erlangt, sokann er viele Arbeit ausstehen, ohne von der iastgedrückt zu werden. Er ist aber doch in diesemAlter nicht nur an verschiedenen Theilen des iei<bes, insonderheit der Brust, den Entzündungen,sondernauch den stärksten Fiebern ausgesetzt, wanner in die Umstände kömmt sich zu erkälten, odervon seinen Kräften zu viel zu fordern. DasBlut steigt nicht mehr so leicht in die Höhe, zumalbey dem Mangel der Bewegung; er wnd ausdieser Ursache von den Beschwerden der güldenenAder geplagt.
Hat er sich nun einmal eme chronische oderlangwierige Krankheit zugezogen; so wurzelt siesich immer mehr ein, weil seine feste Theile im»mer unbeugsamer werden.
Er mag nun in diesen Jahren zusehen, daßnicht durch seine Ordnung im Essen, und durch dieübrige Einrichtung seiner ieibespfiege die flüßigeund feste Theile des Körpers stocken oder er,starren.
Wann endlich das unmerkliche oder uns gleich-sam unwissende Alter uns nahe kömmt, und die
Tage anfangen einzubrechen, welche nicht angenehmsind, die aber doch jedermann zu erreichen wünscht,so erkalten und vertrocknen unsere bereits wenigerbewegliche Säfte, unsere Membranen, Gefäße,Adern, Fleisch und Bein, verlieren ihre ausdeh.«ende Klarwerden trocken, falten sich zusammen,
wach.