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fi6 Von dem Nagelgeschwür.
Die ausserliche Besorgung erfodert, daß mattdie Entzündung vermint»«/ die Haut erweiche,und dem Eyter, sobald er zeitig geworden, einenAusgang verschaffe.
Zu diesem Ende badet matt i. den Fingerbey dem ersten Anfang eine geraume Zeit in Was-ser , welches etwas mehr als lau seyn muß; manhaltet ihn auch über den Dampf von siedendemWasser; und wenn man dieses den ersten Tag un<unterbrochen fortsetzet, so lan man oft in einemTag das Uebel ganzlich vertreiben. Allein zumUnglück glaubt man bey diesen kleinen Anfangen,sie würden von leinen Folgen seyn, und verab-säumt solche, bis das Uebel einen nur gar zu star-ten Fortgang genommen; dennzumahl muß esnothwendig m Enterung gehen.
2. Man beschleunigt dieselbige, wenn mattden Finger ununterbrochen mit einem Getränkevon Kasepapelnblumen mit Milch, oder mit einemUeberschlag von dem Weichen des Brods mit Milchumwickelt. Man lan solchen die Kräfte vermeh-ren , wenn man einige Zwiebeln von Lilien, oderein wenig Honig beyfüget; man muß dieses abernicht ehender thun, als bis die Entzündung ab-nimmt , und die Eyterung anfangt; vor dieserZeit sind alle scharfe Mittel sehr gefährlich. Mangebraucht auch in diesem Zeitpunct den Sauerteig,
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