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Von dem Nagelgcschwür. 5 l 5
zuweilen ist auch der ganze Arm cmsserordentlich ge-schwollen und entzündet. Die Kranken haben kei-nen Schlaf, und das Fieber mit seinen Zufällenzeiget sich alsobald. Wenn das Uebel statt ist, sovereinigen sich Verwirrung der Smnen und Gichtermit demselbigen.
Die Entzündung des Fingers endigt sich ent,weder in eine Enterung, oder in den Brand.Wenn dieser letzte Zufall begegnet, so befindet sichder Kranke in der äussersten Gefahr, wenn manihm nicht schnell zu Hülfe eilet; und man hat,mehr als einmahl, den Arm wegschneiden müssen,um ihm das Leben zu retten. Wenn die Ente«rung zugegen ist, wenn solche tief lieget, scharfist, oder die Hülfe des Wundarzts zu spathlommt, so wird das äusserste Gelenk am Fingervon dem Veinfras angegriffen, und gehet verlohnn.So leicht das Uebel immer seyn mag, so ist es sehrselten daß nicht der Nagel zu gründe gehe.
§. 484. Die innerliche Besorgung der Nagel»geschwüre ist die nemliche, wie bey andern Entzün»dungslranlheiten. Man muß den Kranken der Lc»bensordnung unterwerfen, und hierinnen, nach Ver»hältniß der Stärke des Fiebers, eine mehrere oderwenigere Genauheit beobachten; und wenn solchessehr stark und dle Entzündung beträchtlich ist, somuß man zu wiederhohlten mahlen zur Ader lassen.
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