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Anleitung
2. Wenn man dem Kind selbst einige Clystie«re giebt, solches häusig Lindenblüthe-Wasser trinkenlast, und es ein oder zwey Tage nur mit Brodt»brühen oder andern Suppen ohne Milch ernährt.
3. Durch ein Laxiermittel, wenn die erstemHülfsmittel nicht hinlänglich sind , mit einer oderanderthalb Unze von zusammengesetztem Wägwart-Syrop, oder so viel Manna; diese sanften Arz«neyen führen die Ueberbleibstl dieser vergiftetenMilch ab, und vertreiben die daher entstandnenUnordnungen.
§. 393. Eine dritte Ursach der Gichternmachen die Fiebrischen Krankheiten aus, von wel-chen die Kinder angegriffen werden, vor allen ausdie Pocken oder Masern, sie erheischen aber gemein-lich keine andere Hülfsmittel, als diejenigen, welchedie Krankheit, von deren sie abhängen, erfordert.
§. 394- Man siehet durch dieses ganze'Ca-pitel , und es ist wichtig genug, daß man alleseine Aufmerksamkeit darauf wende, daß die Gich-ter nicht so wohl eine ursprüngliche Krankheit, alsvielmehr gemeinlich Zufälle einer andern Krankheitseyen; daß sie von einer grossen Anzahl verschied«ner Ursachen abhängen; daß eben deswegen leinallgemeines Mittel, solche zu stillen, vorhandenseyn tonne; und daß in jedem Falle nur diejenigenMittel dienlich seyen, welche gegen die Ursache«,
die