von den Pocken.
2Zl
Wenn das Gift in das Geblüt übergegangen,so erheischet es eine bestimmte Zeit, ehe es seineWürkung thun tan; wenn nun das Geblüt durchdas eingedruname Gift, und durch die Scharfeso dadurch erzeuget worden, verdorben ist, sobemühet sich die Natur aus allen Kräften, sichdesselbigen zu entladen, und es nach der Hautzu treiben, und dieses geschiehet just in dem Mo-ment, da alles darzu vorbereitet ist. Gemein-lich ist dieser Trieb der Natur hinreichend , oftist er allzuheftlg, und nur gar selten allzuschwach.Man siehet hieraus,, daß, wenn der Trieb hinrei-chend lst, man solchen nicht durch hitzige Mittelvermehren müsse, welche ihn allzuheftig und ge-fahrlich machen würden. Wenn er allzuheftigist, so macht man ihn tödtlich, wenn man ihnvermehrt. Die Fälle, wo er allzusthwach ist,find sehr selten, besonders auf dem Lande, undschwer zu erkennen; man muß sich auch vor denWigeu Arzneyen sehr in Acht nehmen, weil solchein dieser Krankheit tödtlich sind.
Der Wein, Theriack, hitziae Latwergen, heißeLust, schwere Bedeckung, raffen alle Jahr beytausend Kinder weg, welche glücklich qeheilet wor-den waren, wenn sie nichts anders als lauesNasser eingenommen hatten; und alle Menschen,denen die Erhaltung derjenigen, welche mit dieserKrankheit angegriffen werden, angelegen ist, mUen
P 4 sorg«
» :
^A