Dreizehntes Capitel. Phosphorsäure. 85
Mengen der Phosphorsäure proportional seien. Zu diesem Zwecke wur-
Nden aus einer Bürette jedesmal 10 CC. — phosphorsaure Natronlösung,
mit essigsaurem Natron und Essigsäure versetzt, ausfliessen gelassen,und nun aus einer anderen Bürette, bis zum bleibenden Blau mit demdoppelten Filtrirpapier, Eisenalaunlösung zugelassen. Es wurden fol-gende Mengen gebraucht.
N
— phosphors. Natron.
10
N_10
10 CC.
2030405060
Eisenalaunlösung.
9,8 CC.22 „33 „
44,5 „57,4 „70 „
Es ergiebt sich hieraus, dass mit zunehmenden Mengen Phosphor-säure immer grössere als proportionale Mengen Eisensalz verbrauchtwerden, und dass bei diesem Verhalten von der Methode gar kein zu-verlässiger Gebrauch gemacht werden kann. Ich suchte den Grunddieser Erscheinung darin, dass mit zunehmender Menge der Flüssigkeitdie anfänglich vorhandene Essigsäure immer mehr verdünnt wird, unddadurch die lösende Kraft auf das Eisenoxyd abnimmt, wodurch diesesaus der Lösung austritt, und sich zu einem basischen Salze mit demneutralen phosphorsauren Eisenoxyd verbindet. Es wird dadurch dieFarbe des Niederschlags etwas bräunlich. Um diesem Uebelstande ent-gegenzutreten, machte ich eine Lösung von 24,1 Grm. Eisenoxyd-Am-moniakalaun, etwa gleichviel essigsaurem Natron, und 180 CC. starkerEssigsäure (Acetum eoncentratimi) zu 500 CC.
Wurde nun diese Flüssigkeit, welche ihrer Zusammensetzung nachzehent-normal saures essigsaures Eisenoxyd ist, angewendet, so zeigtensich allerdings andere Verhältnisse, indem nun die Proportionalität etwasbesser eintrat.
Phosphors. Natron.
10 CC.
20 „30 „40 „50 „60 „
Eisenammoniakalaun mit essigs.Natron und Essigsäure.1) 9,4 2) 101) 20,2 2) 2131,2 — 324254,265