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1 (1859)
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Fünfzigstes Capitel. Manganoxyde. 327

Bei überschüssiger Salzsäure tritt immer die letzte Zersetzung ein.Man bringt starke rauchende Salzsäure in das Zersetzungskölbchen desmehrfach erwähnten Destillationsapparates (Fig. 103), wirft das gewo-gene chlorsaure Salz hinzu, verschliesst augenblicklich und leitet dieZersetzung durch Erwärmen ein. Zuletzt wird vollständiges Kochen ge^geben, um alles Chlor überzutreiben.

Da das Chlorsäure Salz 6 Atome Chlor ausglebt, unsere Normal-flüssigkeit aber nur 1 j 10 Atom disponibeln Sauerstoff'im Litre enthält, sotritt jedes CC.-Arseniklösimg in der Tabelle mit dem sechsten Thcil von

lÖÖÖÖ At ° m auf -

Einundfunfzigstes Capitel.

Manganoxyde.

Namen.

Formel.

Abzuwägen-de Menge für

1 CC. Arsen-

Lös. = lPrc.

Substanz.

1 CC. Ar-senlösungist gleich

101) Manganhyper-oxyd . . .

102) Manganoxyd-oxydul . . .

112) Freier Säuerst.

MiiO,

Mn a 0 4O

0,4357 Grm.

3,14710,080

0,004357 Gr.

0,0114710,0008

Die Manganoxyde können nicht direct mit arseniger Säure zersetztwerden, weil diese Zersetzung nur in saurer Flüssigkeit möglich ist, wodann bei der nachherigen Uebersättigung der Säure mit kohlensaurem Na-tron die übrige arsenige Säure mit dem Manganoxyde niederfallen würde.Auch würde bei der Behandlung der gemischten Substanzen mit Salz-säure leicht Chlorarsenik verflüchtigt werden. Es können deshalb dieManganoxyde nur durch eine Destillation mit starker Salzsäure und diedadurch veranlasste Chlorentwickelung in Wechselwirkung gebrachtwerden.

Bereits gegebene Manganoxyde werden gewogen, ohne Weiteres mitSalzsäure destillirt und das entwickelte Chlorgas wird von vorgelegterArseniklösung verschluckt. Man erhält dadurch die Menge des freienSauerstoffs in dem Manganoxyde, aber nicht die Menge des Manganmetalls.