32G Dritter Abschnitt. Arsenigsaures Natron gegen Jodlösung.
Gemenge im Kolben sich entfärbt. Die anzuwendende Salpetersäuremuss frei von Salzsäure und Schwefelsäure sein, welche heftige Erschüt-terungen des Apparates veranlassen. Man erhält den chlorometrischenWerth durch die Oxydation der arsenigen Säure und den Chlorgehaltdurch Bestimmung mit Silber.
Wenn die Chlorsäure noch einer Bestimmung bedürfte, so könntees ebenfalls nach dieser Methode geschehen. Eine Portion chlorsauresKali mit starker Salzsäure durch Kochen zersetzt, giebt den Chlorge-halt und Sauerstoffgehalt chlorometrisch als Chlor gemessen. Zersetztman eine gleich grosse Menge chlorsaures Kali durch vorsichtiges Glü-hen und bestimmt den zurückbleibenden Chlorgehalt mit Silber, so er-hält man den wirklichen Gehalt an Chlor. Derselbe ist nur der sechsteTheil von dem chlorometrisch gemessenen.
Fünfzigstes Capitel.
Chlorsäure.
Namen.
Formel.
Atom-gewicht.
Abzuwägen-de Menge für1 CC. Arsen.-Lös. = 1 Prc.Substanz.
1 CC Ar-senlösungist gleich
99) V 6 Atom Chlor-
100) %-At. chlorsau-res Kali. . . .
cio 5
e
C10 5 +KO
c
12,57720,428
0,1258 Grm.0,2043 „
0,0012577 Gr.0,0020428 „
Chlorsäure wird durch Erhitzen mit concentrirter Salzsäure voll-ständig zersetzt und es entstehen aus 1 At. Chlorsäure immer 6 AtomChlor:
Cl 0 5 -f- 5 C1H = 6 Cl -|- 5 HO.
Ob sich hier Zwischenstufen von unterchloriger oder chloriger Säurezuerst bildet, ist für das Endresultat ganz gleichgültig. Es könnten mitungleichen Mengen Salzsäure sich die folgenden Zersetzungen bilden :
cio 5
C1H
CIO
cio 3
HO
cio 5
4 C1H
C10 5
■2C1H
CIO4C14HO
3 CIO2 HO
C10 55C1H
6 Cl5HO