250 Von dem Rotz der Pferde.
die Haut über der Drüse mit einer Lan-zette auf, zertheilet die Haut davon mitdem Daumen, oder mit der Spitze von ei-nem Hirschhorn, und eben so die Drüse sel-ber. Gieng ein starkes Blutgefäß an dieDrüse, so unterbindet man dasselbe, schnei-det es durch, u. fahret mit der Separationfort. In die Höhle, welche die heraus-genommene Drüse zurück laßt, steckt manein Leder. Es ist diese Art besser als dasAusbrennen mit einem glühenden Eisen,oder das Ausätzen mit Vitrio'öl, weilenbei dem Ausätzen und Ausbrennen der Ab-fluß gleichbalden gehemmt, bei dieser Ma-nier aber unterhalten und befördert wird,folglich wenigstens so viel Vortheil dabei zuhoffen ist, daß sich die Materie nicht mehrin solcher Menge zu der Nase ziehe, unddie schwammichte Beiner auffressen kann.Da im Gegentheil, bey dem Brennenund Aeßen der Zufluß durch die Reitzungzwar vermehret, der Ausfluß der Mate-rie aber verstopft, und sie also gezwungenwird, einen Ort zu suchen, wo sie ausbre-chen kann, welchen sie am leichtesten durchdie ohnehin gebahnte Straße in der Nasefindet. Dieses einzige ist noch anzumer-