Von dem Rotz der Pferde. 248
heilsam, und bekommt der durch viele Ge-schwüren verwundeten Nase wohl. Solang die Drüsen an dem Kiefer herumund an dem Schlund gefühlt werden, soist das Pferd noch nicht genesen, weilenin denselben gleichsam der Sauertaig sitzt,wovon die ganze Masse der Safte infieirtwird. Es ist dahero nöthig, wann sie durchdas 'Auslaufen der Materie nicht ausge-leert und natürlich weich werden, daßman dieselben zum Schwären bringe undsie also ganz und gar zu Euter mache, undsie auf diese Weise hinweg schaffe.Nimm Leinsaamen ein halb Pfund,Bockshornsaamen, 8 Loth,mache es zu Pulver, thue es in einen Ha«fen, der 3 Schoppen halt, laß es bey ei-nem gelinden Feuer zu einem Brey kochen,zu diesem Brey thue < halbes Pfund Ey-bischsalbe, und mache einen Umschlag überdie Drüsen daraus, über welchen mannoch einen Hasenbalg legen muß. DieDrüsengeschwulst wird sich entweder davonvertheilen, oder aufbrechen. Wann kei-nes von beiden geschiehet, so müssen sieheraus geschelet werden; welches aber auffolgende Weise geschiehet: man schneidet