Von dem Rotz der Pferde. 251
ken, daß, sobald man wahrnimmt, baßein Pferd rotzig ist, solches gleich von de»übn'gen abgesondert, in einen andernStall gebracht auch für dasselbe ganz be.sondere Gefasst und Geschirre gehaltenwerden müssen, weilen sonsien der ganzeStall leichtlich angesteckt werden könnte.So viel ist gewiß, daß unzählige Pfer-de, zum Theil von großem Werth, ausUnwissenheit unserer Curschmiede, undFurcht, daß das Uebel weiter um sich grif-fen möchte gelobtet worden sind, die an-noch wohl hätten curirt werden können;ja der Hauptfehler entstehet mehrentheilsdaher, wann man diese Krankheit allzu-weit einreissen läßt; ich hoffe aber, durchgegenwärtigen sernern Unterricht diejeni-ge, welche die Sache recht einsehen undverstehen, davon vollkommen zu überzeu-gen. Ein gewisser Reichsfürsi, bey dessenschönen Stalle und Gestüte durch denRotz nach und nach ein Schaden vonmehr als 2000 Rthlr. war angerichtetworden, indem Pferde, davon manchesStück 600 Rthlr. und darüber gekostethatte, todtgestochen werden mußten, woll-te 1000 Rthlr. für ein sicheres Mittel