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Kräuterbuch deß uralten unnd in aller Welt berühmtesten griechischen Scribenten Pedacii Dioscoridi Anazarbaei : von allerley wolriechenden Kräutern, Gewürtzen, köstlichen Olen und Salben, Bäumen, Hartzen, Gummi, Geträyt, Kochkräutern, scharpff-schmäckenden Kräutern und andern so allein zur Artzney gehörig
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Von allerlei) GG.

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halben voNnbracht vnnd vollkommen werde/zu erkleren vor die Handt nemen. Dann dieserH^hell ist denen/die sich der Arßneyen gebrauchen wöllen/vnd darin« vben / nicht weniger nö-tig / dann sonstder andern keins / nach dem der Mensch auß vielen GcfährligkeitenjWeh-chumb vnd Schmerßcn/vnd vielen andern Gebrechen mehr / durch solche VnderrichtvnndVnderweisung/als hlrinnen gelehret wirdt/erlöst/welche -lehr vnd Vnderricht/in zwey cheil/zum elijstrsten vnd 'weitesten wirbt getheilt / wie wir auch im Anfang haben vermeldet/danndie <lchre vnd Rede/welche von dem Glfft redctvnnd handelt/ so von bcisscn vnnd siechen/dergifftlgen Thierbeschadigt/wirdlbey dm Griechen^^eriacuz gcnennt: Welche aber hawdellwon dem tödlichm gifft/wird/dieweil sie den Arßneyen Griechisch ?Karmaci8 widcrste-htt/bcy den Griechen ^lexizitiarmacug genennt: Welche Rede vnd ichre / nach dem sie jetztnächst genugsam gehandelt vnd beschrieben worden/wollen wir jeyunot hernach alle Zufall/insonderheit/ so sich m den andern Theiln /zuzutragen pftegen/definlern vnd erzchlen. Zumersten soll ein Arßt/vnd der sich dieser kunst vndersteht/alle dlng bey der Handt vnd bereyt ha-ben/vonwegenschncUervnddringmderNoth/sodenMenschenofftmalsvbcrfalletj Dannfast sehr wenig sindt der gifftigenArßncycn/vnnd der glfftigcn Thier Stich vnnd Bissz < dielangsam beschädigen/vnd crstnach langer zeit in Gefährligkcit siürßcn/also daß man mit derCuration/einen Verzug haben möcht/sondern der mchrerchcil todtct von stundan/ vnnd ohnallen Vcrzug/vnd welche ihnen vorgmommen haben/ andern Menschen mit Gifft nachzu-stellen/die richten das Gifft dermalen zu/ vnd machen es also schadtlich / daß man wenig znthaben mag/solches zu vertreiben/vnd dem beschädigten zu helffcn /nicht weniger/welch/vonwegen jhrer Missethat/oder eines grossen Vnglücks vnd Wide, Wertigkeit/ selber Glfft ein-zunemen in willens/sich damit zu tödten/wann sie darüber ergriffen werden / oder sie der chaegerewtt/vnd werdm zu leben begierlich/denen ist es nötig/daß ihnen schnell vnd ohne Verzugwerde geholffen.Ia es begibt sich auch/daßdie Feinde jhrePftllc vnd Spießeiscn mit Glfftbesireichen/oderdleBäumevnd Wasser vcrgifften/damltjhrenFcindmemgewisseGcfahr-ligkeit/vnd vnvermeidtlichen Schaden zu zufügen. Vnd obwol etlichevnder solchem Glfft/

stundtan beweisen / solstjncndoch/wanihnen mitbequemcn Arßneyen nicht also baldt gcwehret wirdt/vnnd sie den ieib haben durch-zogen/nachmals nit mehr zuwiderftehcn.Derhalben muß manauch hierinn eineGeschick-ligkeit vndmercklichen Flttßgebrauchen/damit wie man m andern Bresten vndKranclHa-ttl, den Menschen mit dieser kunst der Artznep behülffiich ist/alsoauch in diesem kcm Mangelerscheine. Muß es demnach dafür halten / daß die öffcntllchsteVrsach aller Zufall/so dem

bm mächtig/verwegen wlder solche Vrsach muß als das fürnembsteZiel /alleHülffvnndArtzneycn rlchtm /vnd vielertey mutet zur Handt nemen / ehe dann das Glfft sich emwcrß be-gibt/biß seine todtliche krafft auß dem ^.elb geworffcn werde. Ettvan muß man es durch denselbigen Drt/da es eingangcn ist/wldcrumb herauß zlchm / etwa« durch ein ander <Ort/odcres an einem .Ort deß <le»bs behalten/ehe es die Glieder dist iebcno beschädigt/ vnnd sonderlichda der fürnembsien Glieder eins lst. Wannesaberim^cibfürgenomnn'Nlst/ soll manjhmseine krafft mit eingenommenen Trancken tempericrn/ mischen vnd benemen. Das Gifft/welches eingmommen oder getrunckcn worden »st / wirdt mit stetem Brechen vnnd Verge-ben außgcworssen.Das abervon den glffngen Thtern eingestochen oder gebissen wirdt / sollmit schsäpffen/kopffschen/saugen/einertiesscnAüffschncldung/vnd miteiner Aufflssung/zu rings vmbher/voninnenherauß gezogen werden/ vnd offt mit einer Auffschneidung eineseuj^rllchen Gliedts. Das Gifftaberwirdt in einem Gliedt behalten/wann man scharpffeArßneyen daraufflegt/oderdarein geußt/dann solche pfiegeu dem Gifft zu wehren / vnd das-selbige abzuwaschen. Das Gifftwirdt gedämpfft vnnd gelöscht/ wann man guten lauternWcm trmckt/ oder vngcwässerten süssen Wein / den man zu iatein ?Hllunv nennet/oderscharpffe Speisen ißt/welche dem Gifft widerstehen/zum letzten so hilfst es auch/ watm manden Stulgang treibt^den Schweiß befördert/ vnnd sonst andere gemeine Hülffthut/ davonwir hernach insonderheit beschreiben wollen. Man muß aber auch nicht allein die tödlichekrafft vnnd gcstalt deß Giffts / sondern auch scme grösse/vnnd die Zeit als besonder Zll vnndZweck betrachten/dann davon nemen die Artzncycn vnd rcmeäiH vlclfältlgel»Vndel scheidt/vonwegendergrösse.Sinlemaletwan ein Gifft oder gifftigThicr/somit stechen vnd^

scnver-