Druckschrift 
Kräuterbuch deß uralten unnd in aller Welt berühmtesten griechischen Scribenten Pedacii Dioscoridi Anazarbaei : von allerley wolriechenden Kräutern, Gewürtzen, köstlichen Olen und Salben, Bäumen, Hartzen, Gummi, Geträyt, Kochkräutern, scharpff-schmäckenden Kräutern und andern so allein zur Artzney gehörig
Seite
425
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

VonallerlepGtfft.

435

Von dm Zeichen vnd Kurdeß eingmommmm glfftlgen

Hanenfuß. Cav. xmi.^^ As Kraut/ zu tatein 5arclonia Kcrt>H genennet/ist ein Geschlecht deß Hanenfuß.

!HasselbigeKrautgesscn oder getruncken / bemmptdieVernufft, vnnd machtvt»-> sinnig / bringt den Kramvff/ also / daß die ieffnen gezogen werden / vnd der Munde«ne Gestalt bckompt/ als ob der Mensch lache/ von welchem Gebrechen cm Sprichwortvnd erbärmlich gesvött bey dem gemeinen Mann erwachsen »st von solchem lachen/vnd wirdzu ^atcin 5HräonlU5rilu5gcnmnt/ nach dem würgen/ erbrechen vnnd vbergeben ist son-derlich dcr Mcth/Honigwasservnd milch gut getruncken.Auch soll man den Klo mit solchenArßneycn oder Salben / dicda erwärmen /schmier« vnd befeuchten / darnach dm Menschender solches Glfft eingenommen hat/ m cmwarm Wasser setzen/ da öl vnder vermischt ist/abcrdarnach wenn crdarumenlst/ sol man chn wolrclbm vnnd schmicm/vnnd in summa/man soljhmebcn solche Cur vnd Hcylungc chun / dledcm Kramavffgcbührt.

Von dm Zeichen vndAtr dcßeingcnommmenBllsm-

t'rauw. Eap. ^rv.

Ilsenkrautgessm oder getruncken macht eine Vnsinnigkeit / der^runckenheiechn-, ich. Siewcrdcn aber lc,chtlich curiert vnnd gehcylt/ die solch Kraut in sich bekom-men haben/ wenn map jhnen viel Mech oder Homgwasscr vnd Mllch/vnd sonderlichEftlo Milch / oder in Mangel dcrselblgenGeyß Mllch oder Küh Milch/oder die Brüh/ datruckene Feigen inn gesotten haben / zu trincken gibt / wlder dasselblge sind! auchPmeen ker-ne / oder dcr Cucumcrcn Same gut / mit süssem Wem getruncken / vnd gesaltzener Wein /mil ftlschem schweincn Schmaly vnd süssem Wem. Item Nesselsame oder )?ilermitwas-sergetrunckm / sindtdarzu bequem: WlegteichfalsdleWegwnß/ Kresse/Ralttch/Iwi-beln/ Knoblauch/ ein jedesmitWemgetrunckm/vnddarauff/wennsievoll Weins Ml/gel uhel/ damtt/iedasselblge mtt Schlaffen desto baß verdliuwm.

Von dm Zeichen deß eingenommmm Alrauns/ vnd der-

selbigen Cur. Cap. lvj.

»Enn jemandts Alraun getruncken oder gessen hat / sofolget von siundm an eir»'Keffer Schlaff/ ein Vnkrafftvnndvbcrwmdtlicher Schlaff/1.ccKar^u« geuenl/'welcher mt lcichtlich zu vertrelben ist / wlder solche zufalle / che denn sie ankommen/ist das Erbrechen vnd vbergeben gut / vnd von stunden an darnach Mech oderHonigwasscrgttmnckm/nachdem/NitesvndWcrmutmltsüssemWein.HasHaut'tsolmanmitRo-smölvndEsslgbefcuchten/den Menschen auffivecken vndermundern / den teib bewegen/vnnd zu rlechenvordleNasen gehalten. Has kmut cuparoriuni vnd Pfeffer / Senff/ Bi-bergcpl/vnd RämeninEssigzerstossen/ das weiche Bech/vnnd das man von einem brm-nmdcn siecht ab nimvt / sindt auch gut / wenn er damtt nlt erweckt werden kann / so soll manjhn zum Messen bewegen / vnnd soll andere gemeine Arßneyen vnnd Hülff darwider ge-brauchen.

VondmZeichmdeßemgmommmenMagsammSaffts/

vnd seiner Cur. Cap. rvi/.

lVff den eingenommenm Magsamen safftV welchen die Griechen ^lcconium am-> nen/folgt ein neffer vnuberwindtlicher Schlaff/mit einer Erkaltung/vndhefft-genl^Iucken / also / daß es sich / wenn solches vberhandt nimvt / dermasen erhebt / daß esden Menschen erweckt: Der ganße tewallenthalben gibt den Gemch deß Monsajfts vonsich/wider solch eingenommm Gifft helffen scharpffe Clystier/nach dem Erbrechen vnndvbergebm/ somanmitölzuwegmhalgebracht/ appliciett/ vnnd der sawerHonigSyrup/

5in ch Grie^