72
reclacii violconä« Elftes Buch/
N^rlinc.
von dm scharpffen beissenden feuchtigkeittll-entstanden ist. Dcrsafftaußdemgrünmvndfrischen Samen geprest/ ist auch wider diesel-bige Gebrechen dienlich/dem Magen bequem/vnnd den Harn zu trecken genepgt.Der SafflmitgutemWein gemmcken / istgutwiderderSpinnen bissz (welche ?Ka1angij werden ge-nennt ) vnnd Scorpion silch.DaßWasscrdader Same in gesotten ist / schwärßt die Haar.Derselbtge Same in Wein gesottm vnd vbcr-gelegt/ hepltdie Geschwar an den außwendi-gen Gliedern. Mit reynem Gerstenmeel ver-mischt vnd vbergelegt / Sanfftiget die erhi-ßungen der äugen. Wird auch nützlich vberge-legt wider die Geschwar oder Fistele« der Au-gen bey der Nasen (welchedie Griechen ^.c^i-10^25 nennen) Der Wem / auß dem Samengebracht/ ohn die Kern außgcpresi/vnd weniggesotten (denn wenn er nit also bereitet ist/ wirtersauwr )vor getruncken / vertnibt die Füllevnnd Trunckenheit/ vndisi auchzuallenGe-brechen gut/ darzu der Same wirt gerühmt.Darum gesessen / ist er gut wider dashcraußwepchen der Beermuttcr / vnd dcß Hindern/vlind wider den vbrigcn flußderFrawen. Rep-nigtvnd säubert das Haupt/ vertreibtdie'Nei-echten Schuppen deßHaupts/ heyltdieflies-sendeHauptgeschwär/ wehret dmaußbrechmden Blattern/ vndbefcsiigtdasaußfallcndeHaar. Witt vnter die Salben vnd Pflaster / welche zu sanfftigen bereyt werden / vcnnischt/(welchedie Griechen 1.^2525 nenen) wieauch das öl das auß seinen Blatterngemacht wn-t.Gesessen in das Wasser da die Mprti Blatter in gesottm sind/ issgut wider alle Gebrechen/davorvon gesagt ist. Darzu ist es gut die 4amc vnnd oic entschlossene Gleyche/die nit leicht-lich befestigt werden mögen l vnnd die gebrochene Beyn danut zu bähen / dmn es hcylt dieBruch/ sonder härtigkeyt (welche die Griechen ?«ron nennen)Die Brüh da die Blatterin gesotten sind/ vertrcibtdie Zittermal (Griechisch ^l^Ki, zu Latein Virili^inex genent)Wirt auch nützlich in die eyterende Hhrm getropfft / vnnd vbcrgossen / schwarßct sie dasHaar. Deraußgepresie Safftder Blatterisizu allen diesen Gebrechen auch dienlich vndfast krafftig. Die Blatter klein geflossen/ vnnd mit Wasser/ wie ein Pflaster vbergelegt/hey-lendie feuchte Geschwar / sindgutwideralle flüß/an welchem Gliedtsicauch sind/vndwiderdenBauchfiuß(<2ac1i2cu8 Griechischgment) mit ölauß vnzettigmDlium geprest/ odermit ein wenig Rosenöl vndWein verrmscht.Auch sind siegutwlderdie Roß oderRodtlauff/widerdieHißige Geschwülsten deß Gemachts/ wieder die harte Blatern vndWarßcndcßHindern ((^onäilomara Griechisch gcnent) wider dieNachtsblatern (Tpin^Hiä«) vndwiderdas fliegend Fewer oder Gefchwar/die wider kriechen (ttcrperasgcneny DieBlät-ter gedött vnd zu einem Puluer gemacht/ werden nützlich vssdie Fingergeschwariporani»cKi2)vnd in das außgewachsen Fleisch beyden Nageln der Finger/vnd der Füß (prcr^ionGriechisch gmmt) auffgestrewt. Wie gleichfals / wider die Schaden der Achseln vnndder Scham/ sie verhindern vnnd wehren auch den Schwcvß. Denen die deß Hcrßen oderMagen Mundt beissm vnnd stechen leiden/das mann Griechisch ^2^12005 ncnnt.DieroheBltittcr oder die asche der verbrantenBlatter mit öl vnd ein wenig wachs vermischt/vndwie ein Pflaster vbergelegt/ Wen dasaußwachsend Fleisch bep den Nägeln derFingcr/ vndderselbigenGeschwar. EswirtaucheinSafftaußdenBlaterngepresi/dazu man fürnmWein vnd Regmwassergeusi.Diesen safft braucht man dmveil er frisch lff/dennwen er dunwirt/ nimpt er ab/ vnd verleurt seine Krafft<Das man aber ^rriä2uum Griechisch nent/
ist