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Das Fliegen.
dass er eine horizontale und eine vertioalc Componente hat. Die Letzteredient dazu, den Kopf ausser Wasser zu halten. Schwimmer, die in Flüssenschwimmen gelernt haben, und solche, welche im Meere schwimmen ge-lernt haben, unterscheiden sich wesentlich durch die Lage, welche sie imWasser einzunehmen pflegen. Der Flussschwimmer, welcher nicht mit denWellen zu kämpfen hat, liegt fast horizontal und schwimmt deshalb mit,grosser Geschwindigkeit; der Schwimmer, der gewohnt ist im Meere zuschwimmen, und der mit den Wellen zu kämpfen hat, liegt schräg imWasser, damit er jedesmal durch einen Stoss sich über den Wellenkamm,soweit ihn derselbe nicht selber hebt, hinwegbringen kann.
Das Fliegen.
Zum Fliegen, zur Fortbewegung in der Luft ist der Mensch nichtgeeignet. Es wird dies klar, wenn man den Flug der Vögel und den derFlatterthiere betrachtet. Diese erhalten sich dadurch in der Luft, dasssie, indem sie mit der Fläche ihrer Flügel auf die Luft drücken, sichin jedem Augenblicke ebenso viel oder mehr heben, als sie in derselbenZeit ohne ihre Action fallen würden. Ein Vogel, um sich zu heben,bringt seine Flügel halb geschlossen und zum geringen Widerstand ge-wendet nach oben, und dann schlägt er sie ausgebreitet im grossen Bogennach abwärts, bringt sie wieder in der vorerwähnten Weise herauf u. s. f.Mit jedem Flügelschlage also hebt er sich um ein Stück. Man kann diessehr gut an einer senkrecht aufsteigenden Lerche beobachten.
Wenn der Vogel schräg aufsteigt, ist er abhängig von der Wind-richtung, er kann nur aufsteigen, wie dies jeder Schnepfenjäger weiss,gegen den Wind, er kann nicht aufsteigen mit dem Winde, und zwaraus demselben Grunde, aus dem man einen Drachen immer nur gegenden Wind und niemals mit dem Winde aufrermen kann. Er bietetnämlich dem Winde eine schräge Fläche dar, trifft ihn der Wind vonrückwärts, so drückt er ihn nieder und hindert ihn am Aufsteigen, triffter ihn aber von vorn, so hebt er ihn. Man hat sich oft gewundert, dassVögel mit ausgebreiteten Flügeln weile Strecken in der Luft fortsebiessen,ja grosse Kreise beschreiben, fast ohne eine merkliche Belegung zumachen. Das rührt aber nur daher, dass ein Körper, welcher in der Luftstabil ist, sehr langsam fällt, wenn er der Luft eine im Verhältniss zuseinem absoluten Gewichte sehr grosse Oberfläche darbietet. Mau kannauch andere Körper, todte Körper, in der Luft durch Rotation stabilmachen, und dann sieht man an ihnen ähnliche Erscheinungen, wie mansie an den fliegenden Vögeln wahrnehmen kann. Die Neuseeländer habensich, um nach den Vögeln, die am Ufer schwärmen, zu jagen, ein eigenesGcschoss gemacht, welches, wenn es nicht getroffen hat, zum Schützenzurückkehrt; es ist dies das sogenannte Bumarang. Wenn man es zumersten Male werfen sieht, so ist man erstaunt, das Instrument schräg auf-wärts in die Luft wirbeln, dann plötzlich still stehen und nun in einernach oben coneaven Curve zurückkehren zu sehen. Die Sache ist folgende.Das Bumarang ist eine über die Schärfe hyperbolisch gekrümmte, etwasweniger als handbreite Holzschiene. Diese fasst man an dem einen Ende,und nun wird sie schräg nach aufwärts geworfen, so dass sie in derLuft mit möglichster Geschwindigkeit rotirt. Sie steigt jetzt schräg auf in