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1 (1875)
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506
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Spfltöre Morlificationen der Apparate,

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die Nadel eine Ablenkung, welche einen Strom anzeigt, der in demArme, dessen Muskeln contrahirt sind, aufsteigt, durch die Brust gehtund in dem erschlafften Arme absteigt. Du Bois hat das Resultatdieses Versuches bis auf die Richtung des Stromes lange vorhergcsagt,ehe die Empfindlichkeit seiner Apparate weit genug gediehen war, umihm zu erlauben, ihn mit Erfolg anzustellen. Er erklärt ihn folgender-massen. Die Muskeln beider Körperhälften haben ihre Ströme; da sieentgegengesetzt gelagert sind, so compensiren sieh deren Resultanten so,dass wenn alle Muskeln in Ruhe sind, der Kreis stromlos ist. Nun con-trahirt man die Muskeln des einen Armes. Dadurch tritt negative Strom-schwankung ein, und in Folge davon geht ein Strom durch den Körper,welcher in dem Arme, dessen Muskeln contrahirt sind, aufsteigt und indem Arme, dessen Muskeln nicht contrahirt sind, absteigt, woraus zuschliessen ist, dass im menschlichen Arme der Strom in der Ruhe absteigt.

Spätere Modificationen der Apparate.

In neuerer Zeit haben die Apparate, welche zu thierisch-electrischenVersuchen dienen, mancherlei Veränderungen erlitten, von denen ichhier sprechen muss, nachdem ich Ihnen diejenige Anordnung auseinander-gesetzt habe, mit welcher von du Bois die eigentlichen Fundamental-versuche zuerst angestellt worden sind. Diese Veränderungen beziehensich einerseits auf den Multiplicator und andererseits auf die Zuleitungs-gefässe. Beim Multiplicator entsprechen begreiflicher Weise die Ab-lenkungen nicht den Stromstärken, denn je mehr die Nadel aus ihrerGleichgewichtslage abgelenkt wird, um so grösser muss die Kraft sein,welche sie noch weiter ablenken soll, und ein unendlich starker Stromkönnte auch nicht mehr thun, als die Nadel senkrecht auf die Windungenstellen. Nur bei sehr kleinen Ablenkungen, die an einem solchen Multi-plicator wegen des Schwankens der Nadel kaum mit Sicherheit abzulesensind, sind die Ablenkungen den Stromstärken proportional, weil bei sehrkleinen Winkeln die Sinus und die Tangenten noch proportional denBögen wachsen.

Um nun sehr kleine Ablenkungen abzulesen, hatte zuerst Poggen-do rff den Magnet mit einem Spiegel verbunden und in diesem SpiegelHess er sich eine entfernte Theilung abspiegeln, deren Bild dann wiederdurch ein Fernrohr beobachtet wurde. Diese Einrichtung, welche Gaussund Weber bei ihren Untersuchungen über den Erdmagnetismus an-wandten, ist auch auf unser Instrument übertragen. Statt der astatischenDoppelnadel wird ein Magnet aufgehängt, der entweder einen Spiegelträgt, oder an dem selbst eine spiegelnde Fläche geschliffen ist, es wirdeine feste Theilung aufgestellt, und durch ein Fernrohr das Spiegelbilddieser Theilung abgelesen, welches einerseits durch die langen Schenkel desWinkels, andererseits durch die Vergrösserung des Fernrohrs bei äusserstkleinen Bewegungen sehr grosse, durch das Gesetz der Reflexion ohnehinverdoppelte Elongationen im Sehfelde des Fernrohrs macht. Der Magnetpflegt in einer kupfernen Hülse zu hängen, damit die Ströme, welche erin derselben inducirt, seiner jedesmaligen Schwingungsbewegung entgegen-wirken und ihn dadurch früher in der neuen Gleichgewichtslage zur Ruhekommen lassen. Dabei braucht man den zweiten Magnet, welcher den