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Quergestreifte Muskelfasern.
das sarcous element aus lauter kleinen doppeltbrGehenden Thcilcn be-stellen sollte, welche nur ihre Anordnung ändern, so werden sich dieoptisohen Constanten des sarcous element nicht ändern.
Ich betrachte zunächst eilten lobenden Muskel während der Con-traction unter dem Mikroskope. Der Musculus mylohyoideus vom Proschlässt sich dazu anwenden, da er dünu genug ist, um eine Untersuchungim polarisirteu Lichte zu gestatten: aber die Bewegungen desselben sindgeschwind, zuckend, und dann zieht er sich auch auf den clcctrischenReiz unglcichmässig zusammen. Es zieht sich die eine Partie zusammenund reckt die andere Partie aus. Ich habe aber wenigstens Gelegenheitzu sehen, dass die sich zusammenziehende Partie, also die dickere, immereine dieser grösseren Dicke entsprechende Parbe annimmt, während dieandere Partie, welche ausgereckt wird, immer ihrer Verdünnung ent-sprechend, die Parbe einer dünneren Schichte annimmt. Viel entschei-dendere Antwort auf meine Präge erhalte ich, wenn ich Muskeln vomHydrophilus piceus zwischen die zwei Gläser eines sogenannten Com-pressoriums einschliesse, so dass sich die Dicke der beobachteten Schichtenicht verändern kann. Die Muskeln sterben durch den gelinden Druck,den sie dabei zu ertragen haben, nicht ab, sie oontrahiren sich nachwie vor. Beobachte ich sie unter dem Polarisationsmikroskop, so seheich, dass die sarcous elements ihre Parbe nur ändern insoweit bei derContraction ihre Azimuthe sich ändern; insofern sich dieselben nichtändern, bleibt ihre Parbe dieselbe. Es macht sich also während derContraction keine Aenderung der optischen Constanten bemerkbar, undich sehe mich deshalb genöthigt anzunehmen, dass jedes sarcous elementnoch wiederum aus einer Anzahl von kleinen doppeltbrechenden Körpernbesteht. Diese kleinen doppeltbrechenden Körper habe ich nach demAusdrucke, dessen sich der Entdecker der Doppeltbrechung im Kalkspathbedient, mit dem Namen der Disdiaklasten bezeichnet. Ob dieselbeneinzeln jemals Gegenstand der directen Beobachtung gewesen sind, weissman nicht mit Sicherheit. Wenn mau lebende Muskeln in destillirtesWasser hineinwirft, und sie darin absterben lässt, und dann die End-stücke derselben, welche zunächst von dem destillirten Wasser zerstörtworden sind, unter das Polarisationsmikroskop bringt, sieht man imdunkeln Sehfelde nicht die sarcous elements, sondern einen feinen, silber-grauen, molekularen Staub, in welchen die sarcous elements zerfallensind. Ob die kleinen, doppeltbrechenden Körper, welche diesen Anblickhervorrufen, die Disdiaklasten selbst oder noch Gruppen derselben sind,das weiss man nicht; soviel ist aber gewiss, dass hier jedes sarcouselement in eine grosse Anzahl kleiner doppeltbrechender Körper zerfallenist, und dass es aus einer grossen Anzahl von kleinen doppeltbrechendenKörpern besteht, die bei der Contraction nicht ihre Porm sondern ihreAnordnung so verändern, dass die einzelnen sarcous elements sich ver-kürzen und verdicken.
Die quergestreiften Muskeln, deren feinere Structur wir in dembisherigen kennen gelernt haben, sind, wie bekannt, im AllgemeinenPrismen, die sich entweder an einer Sehne, und zwar, wie du Boisnachgewiesen hat, in der Kegel mit facettenförmigen Enden, das heisstmit Enden, welche so beschaffen sind, als ob sie durch schräge Schnittezugeschnitten worden wären, anheften, oder auch spitz zulaufend im