Die Bespirationsbewegungen.
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Axe dreht, so dass die Concavität der Rippe stärker nach auswärts ge-wendet wird, während sie bei der Exspiration mehr nach abwärtsgewendet ist. Durch erstere Action wird der Thorax von vorn nachhinten erweitert, durch die letztere Action, durch das Drehen der Rippenum eine von vorne nach hinten gehende Axe, wird der Thorax in seinemqueren Durchmesser erweitert.
Welche Muskeln können sich nun an dieser Bewegung betheiligen,welche Muskeln sind ausser dem Zwerchfell noch Inspirationsmuskeln?Die Antwort darauf lautet: Alle diejenigen Muskeln, welche die Rippenheben können und dabei vom Stamme zu den Rippen gehen, wie dies■/,. B. beim Serratus posticus superior und bei den Levatores costarumder Fall ist, aber nicht diejenigen Muskeln, welche vom Schultorgürtelzu den Rippen hingehen, und zwar deshalb nicht, weil die Respirations-bewegung unabhängig sein muss von der Thätigkeit der Extremitäten.Wenn man denkt, dass ein Holzhauer, wenn er mit seinen Armen arbeitet,dazu dieselben Muskeln verwenden sollte, welche er für die gewöhnlicheInspiration braucht, so würden arge Collisionen entstehen, indem Niemandzweien Herren dienen kann, und auch dieselben Muskeln nicht zugleichden Respirationsbewegungen und der Arbeit der Arme dienen können.Selbst der Serratus anticus major, obgleich er durch die Rhomboideimit dem Stamme verbunden ist, ist kein Inspirationsmuskel, weil zwischenihm und den Rhomboidcis das Schulterblatt mit seinem hinteren Randeeingeschaltet ist, und somit von den Bewegungen dieser Muskeln, desSerratus anticus major und der Rhomboidei, die Bewegungen des Schulter-blattes und damit bis zu einem gewissen Grade die Bewegungen deroberen Extremität abhängen. Nur bei Dyspnoe, bei gewaltsamer An-strengung zur Inspiration, wo" die Inspirationsmuskcln zuletzt ermüden,da stemmen die Kranken die oberen Extremitäten an, um alle Theiledes Schultergürtels festzustellen und nun Muskeln mit für die Inspirationarbeiten zu lassen, welche für gewöhnlich dabei keine Hilfe leisten.
Wenn der Thorax erweitert wird, so wird dabei anfangs durchden Druck auf die Baucheingowcido die Bauchwand nach aussen getrieben.Wenn Sie die Hand auf die Magen- und obere Bauchgegend legen undlangsam inspiriren, so worden Sie finden, dass die Hand gehoben wird:wenn Sie aber dann weiter inspiriren, so werden Sie zuletzt an eineGrenze kommen, wo die Hand nicht mehr gehoben wird, und wenn Siedie Hand über den Nabel hinlegen, so werden Sie bemerken, dass zu-letzt dieser Theil des Bauches eingezogen wird. Das geht so zu, dasssich zuerst das Zwerchfell zusammenzieht, das drückt die Baucheingeweidonach aussen; dann aber werden die Rippen immer mehr gehoben undwenden ihre Convexität immer mehr nach aussen, dadurch wird deruntere Thoraxumfang immer mehr erweitert, und zugleich wird dasZwerchfell, obgleich im contrahirten Zustande, in die Höhe gehoben.Dadurch wird Raum gemacht, und da die Baucheingeweide immer nureinen bestimmten Raum einnehmen, so sinken die Bauchdecken jetztwiederum ein.
Es wird angegeben, dass bei der tiefen Inspiration sich die Längedes Körpers um ein Geringes vermehre, und dass sie bei der Exspirationsich um ein Geringes vermindere. Es ist jedoch nicht gewiss, ob dies