Die Lymphdrüsen.
Die Lymphdrüsen.
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Im Verlaufe der Lymphgefässe sind, wie Ihnen allen bekannt ist,drüsenähnlichc Organe eingeschaltet, die Lymphdrüsen, die den Anatomenviel Arbeit gemacht haben, bis man endlich ihren Bau genauer kennengelernt hat. Die Lymphdrüsen haben in der Eegel eine nierenförmigeoder bohnenförmige Gestalt und sind eingeschlossen von einer binde-gewebigen Hülle, die reichlich mit organischen Muskelfasern, contractilenFaserzellen, durchsetzt ist, und sich nach beiden Seiten, stromaufwärtsund stromabwärts, in die Wand der Lymphgefässe, zunächst in die Tunicaadventitia derselben fortsetzt. Die Lymphgefässe, welche in die Drüsehiueingehen, bezeichnet man mit dem Namen der Vasa inferentia, und dieLymphgefässe, welche aus der Drüse herauskommen, bezeichnet man mitdem Namen der Vasa efferentia. Die letzteren sind immer geringer anZahl als die ersteren. Wir 'wollen uns nun, da die verschiedenen Lymph-drüsen zwar ihrem Wesen nach, aber nicht ihrer Form, ihrer Architekturnach, gleichgebant sind, eine bestimmte Art von Lymphdrüsen, die Mesen-terialdrüsen, als Paradigma wählen. Wenn Sie sich, eine solche durch-schnitten denken, so können Sie an ihr eine Corticalsubstanz und eineMedullarsubstanz unterscheiden. Sie unterscheiden beide schon an ihrerConsistenz : die Corticalsubstanz ist fester, die Marksubstauz weicher. Sieunterscheiden sie auch an ihrer Farbe: die Corticalsubstanz ist im Allge-meinen mehr veisslich, die Marksubstanz mehr grauröthlich. Sie unter-scheiden sie an ihrem Gefässreichthuni, indem die Corticalsubstanz angrösseren Gefässen arm ist, -während die Arterien und Venen neben ein-ander an einer meist etwas eingebuchteten Stelle, dem sogenannten Hilus,zum grössten Theile in die Marksubstanz hineintreten. Wenn Sie die Cortical-substanz auf Durch-schnitten näher an-sehen, so werden Siebemerken, dass sie auslauter sphäroidischen,ovoidischen oder keu-lenförmigen, oft auchsehr unregelmässig ge-stalteten, zum Theil miteinander verbundenenMassen besteht, dienach aussen deutlichund scharf begrenztsind, nach innen abergegen die Marksubstanzkeine deutliche Begren-zung, sondern einenallmäligen Uebcrgangzeigen. Diese Körpersind es, "welche ich mit
dem Namen der Drüsen- & z z
elcmente der Corticalsubstanz bezeichne. In der beistehenden Fio-ur ist
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ein Ausschnitt aus einer Drüse dargestellt. Die Corticalsubstanz ist nach
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