lilutvertlieilung nach dem Tode.
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Aus demselben Grunde gab früher, als man noch bis zur Ohnmacht zurAder Hess, Marshall Hall die Regel, man solle dies nie am liegendenKranken thun, ihn stets vorher aufrichten, damit man durch die begin-nende Ohnmacht rechtzeitig gewarnt werde.
Blutvertheihmg nach dem Tode.
Das Blut vertheilt sich nach dem Tode anders, weil das Herz nichtmehr arbeitet. Die Blutvertheihmg in der Ohnmacht, die Blutvertheihmg,wenn das Herz schwach arbeitet, ist gewissermassen der Anfang, derUebergang zu der Blutvertheihmg nach dem Tode, wo das Herz garnicht mehr arbeitet. Durch das Herz wird fortwährend das Blut in dasArteriensystem hineingetrieben und der Druck im Arteriensystem gesteigert.Wenn das Herz zu arbeiten aufhört, wird das Blut aus den Arterienso lange abfüessen, als der Druck in den Arterien noch grösser ist alsder Druck in den Venen. Es wird nicht nur aus den Arterien, es wirdauch aus den Capillaren abfüessen, da ja auch in den Capillaren derDruck während des Lebens grösser ist als in den Venen. Mit andernWorten das Blut wird nach dem Tode aus den Arterien und den Capil-laren abfüessen und sich im Venensysteme anhäufen. Hiezu kommt abernoch ein zweites Moment, das schon Tiedemann bekannt war, derUmstand, dass einige Zeit nach dem Tode die Arterien enger gefundenwerden als man sie später, eine längere Zeit nach dem Tode, findet. Dieorganischen Muskelfasern der Media ziehen sich vor oder während desAbsterbens zusammen, und dadurch werden die Arterien, namentlich diemittleren und die kleineren, sehr stark verengert, später aber lässtdiese Verengerung wieder etwas nach. Durch diese Verengerung wirdein Theil des Blutes, welches noch darin enthalten war, wiederum indas Venensystem hineingetrieben, und daher rührt es, dass die Arterien,namentlich die mittleren und kleineren, relativ so blutleer gefundenwerden. Sie werden so leer von Blut gefunden, dass bekanntlich dieältesten Anatomen, die den Blutgefässen ihren Namen gaben, den Namender Arterien aus der Idee ableiten, dass dieselben gar kein Blut, sonderndass sie Luft führten. Wirklich leer sind aber die Arterien post mortemnicht. Namentlich an den grösseren Arterien kann man sich durch diedort vorhandenen Gerinnsel leicht überzeugen, dass dieselben sich keines-wegs vollständig entleert haben, und auch von den mittleren und kleinenArterien wird nur ein Theil vollständig leer gefunden, die Arterien,die so liegen, dass sie sich bei der Verkürzung, welche sie durchihre Elasticität, wenn der Druck von innen her aufhört, erleiden, platt,bandartig angespannt und so ihr Lumen nahezu auf Null reducirt haben.Einen sehr wesentlichen Einfmss auf die Blutvertheihmg in der Leichehat begreiflich auch die Schwere, indem das Blut aus den höher liegen-den Gefässen in die tiefer liegenden abfliesst. Hierdurch wird die Blut-übcrfüllung derjenigen Theile, die am tiefsten liegen, hervorgerufen, diesogenannte Leichenhypostase.
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