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Die Mechanik der Herzpumpe.
gehenden Aesto werden unterbunden. Am Schnittende wird mittels einerGlasröhre die Aorta mit einem Kautschukrohr d d in Verbindung gesetzt,und dieses in ein Standgefäss g hinübergeleitet. Jetzt wird erst beioffenem Hahne c der ganze Apparat durch das Bohr b b mit "Wasser an-gefüllt, bis das letztere anfängt in g hinüberzufliessen. Dann wird derHahn c zugedreht, und die Kö'hre b b vollständig und bis oben hinaufangefüllt. Wenn der Hahn nun plötzlich wieder geöffnet wird, fliesstkein Tropfen aus der in der Coronaria steckenden Federspule a, obgleiches im vollen Strome durch Herz und Aorta geht und nach g hinüber-fliesst. Worin der Fehler des früher erwähnten Versuches bestand, zeigtsieh an diesem Versuche sehr deutlich, denn so wie die geringsteVibration entsteht, so wie man die Röhre 6 6 halb auslaufen lässt und dannvon oben naehgiesst, fliesst augenblicklich aus der Federspule das Wasseraus, weil nun wegen der vibrirenden Bewegung der Flüssigkeit die Klappesich nicht mehr ruhig anlegt. Ebenso gelingt der Versuch, den ich oft-mals angestellt habe, nie mit einem Herzen, an dem man die aufsteigendeAorta durchschnitten und in sie das Glasrohr eingesteckt hat. Es mussimmer der Arcus aortae noch daran sein, damit sich über dem Klappen-rand keine Wirbel bilden.
Man hat gesagt: Wenn die Klappe sich an die Wand anlegt, wiesollte sie dann behufs des Verschlusses der Seniilunarklappen wieder vonder Wand zurückkommen ? Es ist schwer zu sagen, wie man glaubenkann, dass bei einer rückgängigen Bewegung der Flüssigkeit die Klapperuhig an der Wand liegen bleibe. Sie geht von der Wand zurück, sobalddie Kraft zu wirken aufhört, welche sie gegen die Wand andrückt, wiewir dies schon oben gesehen haben; umsomehr muss sie von der Wandzurückgehen bei dem jähen Abfall des Druckes, der auf der inneren Seiteder Klappe stattfindet, sobald der Ventrikel erschlafft, und die Blutmasse,welche sich im Bulbus arteriosus zwischen den drei Klappen befindet, indas Herz zurückstürzt.
Es ist weiter gesagt worden: Wenn auch wirklich die Klappe dasCoronarostium verschliesst, so wird dadurch in der Sache gar nichts ge-ändert, weil dies erst am Ende der Systole geschehen wird, folglich ineiner Zeit, in welcher ohnehin durch die Systole als solche kein Blutmehr in die Coronarien eingetrieben würde. Die Behauptung, dass derVerschluss erst am Ende der Systole eintritt, ist offenbar grundlos. Esist kein Grund vorhanden zu behaupten, dass das Heraufschlagen derKlappen gegen die Coronarostien mehr Zeit beansprucht, als das Zurück-fallen der Klappen in ihre Verschlusslage. Wenn also das Heraufschlagender Klappen bis an die Aorta so viel Zeit in Anspruch nehmen würde,dass sich während derselben schon der ganze Ventrikel entleert hätte,so müsste man consequenter Weise auch annehmen, dass die ganze Blut-menge, die das Herz ausgetrieben hat, auch vollständig Zeit hat, in denVentrikel zurückzufallen, ehe die Klappen sich wieder verschliessen. Daswürde aber, wie Sie leicht einsehen, nichts anderes heissen, als dass dasHerz gänzlich ohne Nutzoffoct arbeitet. Das ist bekanntlich nicht derFall; die Klappen schliessen, nachdem derjenige Thcil des Blutes, der sichzwischen ihnen befand, oder wenig mehr in das Herz zurückgefallen ist,indem sie eben nur passive Bewegung haben, indem sie alle Bewegungenmitmachen, welche das sie bespülende Blut macht. Voraussichtlich sind