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1 (1875)
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127
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Das Herz des Menschen,

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Sarcous elements doppeltbreohend sind, die Zwischensübstanz aber nicht.Man unterscheidet also die doppeltbrechende Substanz der Sarcous elementsund eine isotrope Zwischensubstanz einerseits zwischen den Fibrillen derLänge nach augeordnet und andererseits zwischen den Bowman'schenScheiben der Quere nach angeordnet.

Aus quergestreiften Muskelfasern bestehen im Allgemeinen diejenigenMuskeln, welche der Willkür unterworfen sind, aus den glatten oderorganischen Muskelfasern, aus den contractilen Faserzellen, bestehen die-jenigen Muskeln, welche der Willkür nicht unterworfen sind: aber dasHerz macht eine Ausnahme, indem es aus quergestreiften Muskelfasernbesteht. Die quergestreiften Muskelfasern des Herzens sind etwas ver-schieden von denen der Skeletmuskeln. Die einzelnen Fasern sinddünner, und während die der Skeletmuskeln in der Regel, wenn auchkeineswegs immer, unverzweigt sind, sind die des Herzens nicht nurreichlich verzweigt, sondern auch netzartig unter einander verbunden.Endlich sind die Kerne, welche sich in jeder quergestreiften Muskelfaserfinden, bei den Herzmuskelfasern anders gelagert, als bei den Skelet-muskelfasern. Bei den letzteren liegen sie bei Säugethieren und Men-schen in der Regel unmittelbar unter dem Sarkolemma, während sie beiden Herzmuskelfasern innerhalb der contractilen Substanz, meist ganz inder Mitte derselben liegen.

Auf mikroskopischen Querschnitten kann man deshalb Herzmuskel-fLeisch und Fleisch von Skeletmuskeln leicht unterscheiden, erstens ander Grösse der Querschnitte, und zweitens dadurch, dass bei dem einendie Kerne centrisch, bei dem anderen peripherisch, das heisst aussen an dercontractilen Substanz liegen. Dasjenige, was ich Ihnen über die Faserungmitzutheilen habe, entnehme ich im Wesentlichen den Untersuchungenvon Ludwig. Das Herz ist ein einheitlicher Muskel. Da das eine Herzden Körperkreislauf, und das andere Herz den Lungenkreislauf treibt, sokönnte man auf die Idee kommen, dass es eigentlich zwei Herzen seien,die neben einander gelegt und nur äusserlich durch eine Muskelbindezusammenhalten oder nachträglich mit ihren Wänden verwachsen sind.Ist ja das Herz des Dugong (Halicore), eines pflanzenfressenden Wal-thiers, sogar äusserlich getheilt, von unten her tief eingeschnitten, so dasszwei Herzspitzen existiren, eine, die dem rechten, und eine andere, diedem linken Ventrikel angehört. Aber das Herz ist im Embryo vom Hauseaus einfach, die Scheidewand bildet sich erst später, und in allen Ent-wicklungsperioden gehen grosse Massen von Muskelfasern aus der Wanddes einen Ventrikels in die des andern über.

Ein zweiter Hauptsatz sagt über die Faserung aus, dass, wenn mandie Herzwand an irgend einer Stelle durchgräbt, man nacheinander aufMuskelfasern kommt, die in allen möglichen Richtungen liegen, z. B. erstsenkrecht, dann schräg, dann quer u. s. w., oder erst quer, dann schräg,dann senkrecht u. s. w.

Drittens: Wenn man, von der Oberfläche anfangend, einem Muskel-bündel in seinem ganzen Verlaufe folgt, so bleibt man nicht an der Ober-fläche, sondern man gelangt in das Innere des Herzfleisches hinein undkommt an der einen oder andern Stelle der inneren Oberfläche wiederheraus. Zur Herzaxe, wenn ich mir als solche eine Linie von der Spitzezur Mitte der Basis denke, quer verlaufende Muskelfasern gehen in die