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1 (1875)
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Die Blutkörperchen.

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thun würde, ohne dass es dabei jemals zum Zerroissen einer Membrankäme. Man hat endlich Spitzen und Fortsätze aus den Blutkörperchenheraustreten sehen, wie sie mit dem Vorhandensein einer Membran nichtvereinbar sein würden. Die Bläschennatur der Blutkörperchen wird auchkaum mehr ernstlich vertheidigt; es handelt sich nur noch darum, obeine äussere festere Schicht vorbanden ist, eine, wenn auch an sichziemlich weiche, doch etwas festere Schicht als der Inhalt: es ist aberschwer, etwas Sicheres über dieselbe zu erfahren. Die festen Rinden-schichten, welche man durch Zusatz von Reagentien demonstrirt hat, diemit Bestandtheilen der Blutkörper unlösliche oder schwerlösliche Verbin-dungen bilden, sind bedeutungslos, weil man hier eben durch das Reagensdie Rinde härter machte, als sie von Nadir ist.

Am meisten erfährt man über die Blutkörperchen, wenn man sieganz frisch in einprocentige Borsäurelösung hineinfallen lässt, das heisstin solche Borsäurelösung, die im Liter zehn ({ramme geschmolzene Bor-säure enthält. Man verwende dazu die Blulkörperchen von Tritoneil,denen man den Kopf abschneidet, und das Blut direet in die Borsäure-lösung hiueintropfen lässt. Sie senken sich darin wie ein feiner Sand,oder wie hincingestreutes Ziegelmehl zii Boden. Man giesst die über-flüssige Borsäure ab, und bringt etwas von dem Satze unter das Mikroskop.Man sieht, dass sich jedes Blutkörperchen in eine helle, ganz farblose,durchsichtige Masse, und in eine gefärbte Masse, welche in ihrem Innernden Kern enthält, trennt. Diese gefärbte Masse drängt sich immer mehrnach der Seite hin und fängt an, den Rand des farblosen Stückes zu über-ragen, und endlich trennt sie sich in vielen Fällen vollständig davon ab,so dass sie gesondert daneben liegt. Dieser ganze Vorgang, den man vomAnfange an verfolgen kann, wenn man Blut und Borsäure erst unter demMikroskope zusammenbringt, geht vor sich, ohne dass man etwas demZerreissen einer Membran Aehnlichcs sieht. Nur bisweilen bemerkt man andem farblosen Stücke eine schwach angedeutete Linie, wie den Randeines Kraters. Es ist das der Rand der Grube, in welcher zuletzt noch

hat.

hat sich hier also in zwei Stücke getrennt,

Kern und die gefärbte Substanz enhält, das

dagegen vollständig farblos ist. Ich will das erstere mit dem

Zooid, und das zweite mit dem Namen Oekoid bezeichnen,

das farbige Stück gelegenDas Blutkörperchenvon denen das eine denandereNamen

weil ich das erstere Stück als den eigentlichen lebenden Leib desElementarorganismus ansehe, und das zweite Stück als ein Gehäuse, inwelchem dieses Zooid während des Lebens steckt. In welchem Zusammen-hange beide mit einander gestanden haben, darüber bekommt man erstAufschluss, wenn man eine grosse Menge von so behandelten Blut-körperchen untersucht. Dann findet man einzelne, in denen die farbigeSubstanz in dendritischen Verzweigungen liegt, in deren Centrum siehder Kern befindet. Diese dendritischen Verzweigungen trifft man, wennman eine hinreichend grosse Menge von Blutkörperchen in verschiedenenStadien untersucht, einmal so, dass die dendritischen Verzweigungen sehrdicht und sehr reichlich sind, und dann wieder so, dass sie sieh aufeinige Fortsätze beschränken, die noch aus der übrigen, um den Kernzusammengeballten Masse herausragen. Man kann nicht in Zweifel sein,dass dies Zwischenstufen sind zwischen dem lebenden Zustande und dem