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Klastische Fasern.
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im erwachsenen Thiere der Fall ist, so dass Engelraann fand, dasssich im lebenden Ureter die einzelnen contractilen Faserzellen nicht voneinander unterscheiden liessen, sondern das ganze als eine contractileMasse erschien, in welcher Längskerne eingesprengt waren, und erstnach dem Tode sich die Substanz der einzelnen Faserzellen von ein-ander trennte.
A.uch in späterer Zeit, auch nach der Geburt, werden noch neueMuskelfasern gebildet. Budge hat durch Zählung und Messung nach-gewiesen, dass die Muskeln nicht nur dadurch wachsen, dass die ein-zelnen Muskelfasern dicker werden, sondern dass wirklich im Extra-uterinleben sich noch neue Muskelfasern nachbilden. Diese spätere Bil-dung von Muskelfasern scheint nicht immer in der Weise vor sich zugehen, wie sie im Embryo vor sieh gegangen. Es scheint noch eine andereArt der Bildung von Muskelfasern vorzukommen, die zuerst von Margobeobachtet wurde. Er gibt an, dass er eigenthümliche rundliche Zellenbeobachtet habe, die er mit dem Namen der Sarkoblasten bezeichnet.Diese Zellen hätten sich, nachdem sie bis zu einer beträchtlichen Grösseherangewachsen, in mehrere wurstförmige Stücke getheilt. Diese hättenQuerstreifen bekommen, und jeder derselben sei nun in eine Muskelfaserausgewachsen. Diese sogenannten Sarkoblasten fand Margo nesterweisein Spalträumen zwischen den schon fertigen Muskelfasern eingeschlossen,von wo aus sie dann das weitere Wachsthum des Muskels, die Zunahmeder Anzahl von Fasern seiner Ansicht nach bewirkten. Ich muss er-wähnen, dass bei den Sehnen etwas Aehnliches vorkommt, dass bei diesenauch in Spalträumen Nester von Bindegewebskeimen, von Zellen vor-kommen, aus denen später wieder fibröse Fasern hervorgehen.
Entwickelung der elastischen Fasern.
Bei der Entwickelung des elastischen Nackenbandes der Wiederkäuerentstehen zuerst in einer bindegewebigen Grundlage sehr feine elastischeFasern, denen später dicker werdende folgen. Ich sah diese ersten Fasern,als Alex. v. Winiwarter sich im hiesigen Laboratorium mit der Unter-suchung des Nackenbandes beschäftigte. Andere Beobachter haben dasGleiche gesehen. Ueber die Art und Weise der Entstehung dieser sehrfeinen Fasern konnten wir damals keine bestimmte Ueberzeugung ge-winnen. Ebenso sehe ich jetzt an den Präparaten von Benedetto Mor-purgo, der sich mit der Entwickelung der Arterien wand beschäftigt,sehr frühzeitig elastische Lamellen entwickelt, die gegen Kali schonsehr widerstandsfähig sind, aber in Rücksicht auf ihre Dicke und inRücksicht auf die Dimensionen der Faserzeichnung nur ein zwerghaftesAbbild der späteren Fasernetze und elastischen Platten der Media dar-stellen.
In den Sehnen kommen Elemente vor, welche in Rücksicht aufihren hohen Brechungsiudex und ihre Widerstandsfähigkeit gegen Säurenund Alkalien ganz den elastischen gleichen. Arnold Spina hat die-selben näher untersucht. Nach seiner Ansicht entstehen sie als Ab-scheidungsproducte von Zellen an der Oberfläche derselben.
Brücke, Vorlesungen. II. 3. Aufl.
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