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Die Knochen.
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Bei den Untersuchungen, die Dr. Knsnetzoff hier im Labora-torium über die Entwiekelung der Cutis angestellt haf, hat es sich ge-zeigt, dass dieselbe wesentlich unter der Oberfläche, in der dem BeteMalpighii zunächst liegenden Partie, wächst, und daraus erklärt es sich,dass die Zapfen, welche die Haare bilden, durch ein localcs Zurück-bleiben in die Tiefe gezogen werden, und dass in derselben WeiseZapfen vom Hornblatle in die Tiefe gezogen werden, aus welchen sichdas Epithel der Schweissdrüsen bildet. Aehnlich verhält es sich auchmit dem Bindegewebe der Schleimhaut des Darmkanals, 30 dass hierauch auf ganz einfacbe und natürliche Weise Vertiefungen enistehen,welche vom Baer'schen Schleimblatte, Bemak's Darmdrüsenblatte, dasdann schon in das Cylinderepithel des Darmes umgewandelt ist, aus-gekleidet sind und die Anlagen der Drüsen in der Wand des Darm-kanals darstellen.
In ähnlicher Weise, wie das gemeine Bindegewebe, bildet sich auchdas fibröse Gewebe, dessen Entwiekelung von Oberst einer an Sehnenbeobachtet worden ist. Da gibt es ein Stadium, wo die ganze Sehneaus lauter Zellen zusammengesetzt ist, die sehr lang auslaufende Fort-sätze haben, und diese nach der Länge der Sehne hinlaufenden Fort-sätze sind nichts Anderes als die Fasern des späteren Sehnengewebes.Das, was wir Bindegewebskörperchcn und was wir Sehnenkörperchennennen, sind die Beste der ursprünglichen Zellen. Wenn man sich fragt,wie es denn möglich sei, dass bei der grossen Masse von Fasersubsfanzverhältnissmässig nur so wenig Zellen zu finden sind, so gibt es dafürzwei Erklärungsgründe: erstens, es kann ein Theil der Zellen zu Grundegegangen sein; zweitens muss man aber auch berücksichtigen, dass dieFasern immer weiter wachsen, und deshalb eine Faser, die ursprünglichvon einer Zelle ausgegangen, zuletzt eine sehr grosse Länge bekommt,indem sie mit der ganzen Sohne weiter wächst, und ebenso ist es auchim Bindegewebe. Aus diesem Principe erklärt es sich hinreichend, dass,wenn wirklich alle Zellen noch existirten, wir doch verhältnissmässigwenige in der späteren Sehne und im späteren Bindegewebe findenwürden; weil eben die Fortsätze so lang gewachsen sind, dass sie anVolum die noch unmetamorphosirten und als solche kenntlichen Zellen-reste um ein Vielfaches übertreffen.
Die Knochen.
Wenn man einen Durchschnitt durch einen Knochen macht undeinen dünnen Schliff unter das Mikroskop bringt, so fallen an dem-selben eine Menge mit zahlreichen verzweigten Fortsätzen versehene Ge-bilde auf. Es sind dies die sogenannten Knochenkörperchen. Man hateine Zeit lang geglaubt, dass in diesen Knochenkörperchen die Kalksalzeenthalten seien, welche eben den Knochen zum Knochen gemacht haben.Man war in diese Voraussetzung durch eine seltsame Täuschung hinein-geführt worden. Man untersuchte damals noch vielfältig trockene Knochen-schliffe: wenn man diese im durchfallenden Lichte betrachtete, so warendie Knochenkörperchen dunkel, schwärzlich, und weun man sie im auf-fallenden Lichte betrachtete, war die Zwischensubstanz dunkel, und dieKnochenkörpereben erschienen hell, weisslich. Man glaubte, dass dies vom
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