Fortpflanzung durch Keinikörper und durch Eier.
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Futter, dem sogenannten Königinnenbrod, zu füttern, und dass sie sich da-durch neue Königinnen aufzuziehen wissen.
Es ist weiter bekannt, dass die Bienenkönigin sich niemals inner-halb des Stockes begattet, sondern dass sie dies immer nur auf ihrenAusflügen thut. Jfun haben Bienenwirthe beobachtet, dass, wenn eineKönigin flügellahm wird, sie nicht aufhört Eier zu legen, und dass auchdiese Eier sich noch entwickeln, aber dass sich aus diesen nur Drohnenentwickeln, und man sagt dann, die Königin sei drohnenbrütig geworden.Es war dies schon eine sehr wichtige Erfahrung, weil man einerseitsmit grosser Gewissheit wusste, dass sich die Königin niemals innerhalb desStockes begattet, und man hier andererseits doch die Thatsache vor sichhatte, dass eine solche nicht befruchtete Königin noch Eier legte, auswelchen Larven und aus diesen wieder Bienen hervorgingen. Der PfarrerDzierzon scheint der Erste gewesen zu sein, der die Consequenz ausdieser Erfahrung gezogen hat. Er experimentirte auch über den Gegen-stand, indem er einen Stock dadurch drohnenbrütig machte, dass er dieKöniginnenbrut zerstörte und nur eine jungfräuliche Königin zurückliess.der er die Flügel abgeschnitten hatte.
Nun kam noch eine andere Beobachtung hinzu. Man hatte ausItalien die sogenannte Goldbienc eingeführt, weil sie sehr fleissig arbeitetund friedfertiger ist als unsere einheimische Biene. Da ist es nun ge-schehen, dass sich die Königinnen von solchen Goldbienen auf ihren Ex-cursionen mit Drohnen von unseren einheimischen Bienen begattet haben.Dadurch sind Bastarde entstanden. Aber nur die Weibchen trugen dieZeichen davon, nur die Königinnen und die Arbeiterinnen, die Drohnenwaren nach wie vor reine Goldbienen. "Wenn man nun dies mit der Er-fahrung zusammenhält, die man früher mit drohnenbrütigen Königinnengemacht hatte, so musste man es wahrscheinlich finden, dass sich über-haupt bei den Bienen die Arbeiterinnen und die Königinnen, also dieweiblichen Individuen, aus befruchteten Eiern entwickeln, dass sich aberdie Drohnen aus unbefruchteten Eiern entwickeln.
Von Sicbold untersuchte nun eine grosse Menge von Eiern, welchebereits in die Zellen gelegt waren, und er fand auf den Eiern, die erDrohnenzellen entnommen hatte, niemals ein Spermatozoid, dagegen konnteer in der Mehrzahl der Fälle auf den Eiern, die aus den Königinnen- oderArbeiterzellen genommen waren, Spermatozoiden nachweisen. Es lag alsoklar zu Tage, dass die Weibchen sich aus befruchteten, die Männchen ausunbefruchteten Eiern entwickeln.
Hiemit war auch ein anderes Factum aufgeklärt, die Thatsache,dass sich in einer Drohnenzelle immer nur ein Männchen und in denanderen Zellen immer nur Weibchen entwickeln. Man hat sich gefragt:wie macht es die Königin, dass sie die Eier in ihrem Leibe unter-scheidet und in die eine Art von Zellen Drohneneier, in die anderenWeibcheneier legt? Dies geschieht aber nicht, sondern sie legt dieselbenEier in alle Zellen, aber den einen gibt sie Samen aus ihrer Samentasehomit, dem anderen nicht. Wann sie dies zu thun hat und wann nicht,erfährt sie aus den Dimensionen der Zelle, die sie mittelst ihres Hinter-leibes ermisst.
Später hat man die Parthenogenesis auch bei mehreren Schmetter-lingen beobachtet; bei Liparis dispar hat sie Weyenbergh bis zur dritten
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