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Generationswechsel.
Generation verfolgt, und hier entstanden Männchen und Weibchen, undzwar in ziemlich gleicher Menge.
Wir sehen also, dass man gar keinen Halt mehr hat, im Grossenund Ganzen einen Unterschied zwischen einem Keimkörper und einemEi in der Weise zu machen, dass man sagt, das Ei kann sich nur ent-wickeln, wenn es befruchtet wird, der Keimkörper entwickelt sich unbe-fruchtet. Denn wir sehen hier, dass sich Eier sowohl befruchtet, alsnichtbefruchtet entwickeln, ja dass aus den befruchteten Eiern Männchenund Weibchen, tvnd ebenso aus den unbefruchteten Männchen und Weib-chen hervorgehen.
Generationswechsel.
Ehe wir näher auf die Natur der Eier eingehen, nxuss ich nochbemerken, dass keineswegs jedes Thicr oder jede Spocies auf eine Artder Fortpflanzung angewiesen ist. Bei ein und derselben Art könnenverschiedene Arten der Fortpflanzung vorkommen.
Durch die Untersuchungen von Sars und Steenstrup ist dies zu-nächst für die Medusen sichergestellt worden. In der Ostsee kommt eine
Meduse in sehr grosser Menge vor,Fig. 73. f ) die den Namen Aurclia aurita führt.
Aus den Eiern derselben geht einkleiner bewimperter Embryo hervor,der im Wasser herumschwimmt. Diesernimmt dann Birnform an und setztsich mit einem Ende fest. Jetzt wächster aus zu einem kleinen Polypen, ernimmt eine Vasenform an, oben bildensich Höcker aus, und er wächst nun,indem er höher und höher wird. Dannfängt diese kleine Vase an, Einker-bungen zu bekommen, sich der Querenach zu theilen. An den Bänderndieser so theilweise von einander ge-sonderten Scheiben bilden sich Hcrvor-ragungen, die Theilung greift tiefer,und das Ganze besteht nun aus Scheiben, die miteinander durch einenStiel in Verbindung stehen. Endlich atrophirt dieser Stiel, die Scheibenfallen auseinander und schwimmen selbstständig als Medusen im Meereherum. Figur 73 zeigt einen älteren Zapfen, von dem schon mehrereMedusen abgefallen sind, ferner in B einen Zapfen in Theilung und inA eine frei gewordene Meduse.
Auch durch Sprossung auf den Seiten der festsitzenden Larvenbilden sich Medusen. Ferner gibt es Polypenformen, bei welchen dasGeschäft der Ernährung und der Fortpflanzung zwischen den Individuengethcilt ist. Figur 74 zeigt einen Ast von Campanularia gelatinosa; a istder Ernährungspolyp, b eine sogenannte Brutkapscl, in der Knospensprossen, die sich zu Medusen entwickeln, c ein leerer Becher, B und 0
Fig. 73 und 7-1 aus Prof. Schmarda's Zoologie.