Geruchssinn.
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Intervalle, welche als die reinsten und die besten bekannt sind, auch hierbei der Rechnung als die reinsten und besten erwiesen, und dass in derThat für diejenigen Combinationen, welche in der Musik als entschiedeneDissonanzen bekannt sind, das Maximum der Rauhigkeit herauskam. Siesehen leicht ein, dass hiermit eine theoretische Grundlage für die Musikgegeben ist, auf der Helmholtz auch in seinem Werke fortgebaut hat.
Geruchssinn.
Beim Riechen haben wir es mit Substanzen zu thun, welche mitNerven in Berührung kommen und dieselben chemisch erregen. Es fragtsich: Wie sind diese Nerven beschaffen, und mit welchen Endgebildensind sie versehen für die Aufnahme der Substanzen, von welchen sieerregt werden sollen? Es ist bekannt, dass der N. olfactorius in seinemintracraniellen Theile nicht das ist, was wir mit dem Namen eines Nerven'zu bezeichnen pflegen, sondern dass er ein vorgeschobener Hirntheil ist,der durch einen Stiel mit dem übrigen Gehirne in Verbindung steht. Dasweist sowohl der Bulbus olfactorius durch seinen Bau nach, als auch dieNatur der Fasern im Stiele des Bulbus olfactorius. Das weist auch dievergleichende Anatomie nach, indem bei den niederen Wirbelthieren derBulbus olfactorius mit dem N. olfactorius zusammen in eine gedrungeneMasse, in einen sogenannten Lobus olfactorius, umgewandelt ist.
Von dem Bulbus nervi olfactorii gehen nun die Riechnerven ausund verzweigen sich in der Nasenhöhle, aber nur in einem Theile der-selben, in demjenigen Theile, welchen wir mit dem Namen der Regioolfactoria bezeichnen, und der sich durch seine gelbliche, von einem Pig-mente herrührende Farbe und durch seinen Mangel an Flimmerbewegungauszeichnet. Diese Regio olfactoria nimmt den kleineren, oberen Theil derNasenscheidewand ein, ferner die obere Muschel und einen Theil dermittleren Muschel. Hier verzweigen sich die Fasern des Riechnerven,welche als verhältnissmässig dünne, glattrandige Nerven dahin verlaufen.Sie endigen hier, indem sie sich in Zusammenhang setzen mit derEpithelialbekleidung. Die Schleimhaut der Regio olfactoria, die sich alssolche durch eigene tubulöse Schleimdrüsen von verhältnissmässig ein-fachem Bau, die in dieselbe eingesenkt sind, eharakterisirt, ist überdecktmit einem Epithelium, dessen Zellen im Ganzen die Form von Cylinder-zellen haben. Diese Zellen waren schon von Ecker and von Eckhardin ihrer Gestalt beschrieben worden, als man später mit Max Schultzeallgemein zwei Arten von Zellen unterschied, von denen die einen alsCylinderepithelzellen, die anderen als Riechzellen bezeichnet wurden. DieCylinderepithelzellen sollten nach Max Schultze 's Ansicht nicht inZusammenhang mit den Fasern des Olfactorius stehen. Dagegen solltenaber die Riechzellen, die sich durch schlankeren Bau, namentlich durchein verschmälertes oberes Stück (siehe Figur 70 a und Figur 71a) von denCylinderepithelzellen (Figur 716 6) unterscheiden, wenigstens aller Wahr-scheinlichkeit nach in directer Verbindung stehen mit den Fäden des N.olfactorius. Es zeigte sich nämlich, dass die Zellen nach abwärts laufendefadenförmige Fortsätze hatten, die ganz ähnlich waren den letzten Endender Fasern des N. olfactorius, welche Max Schultze beobachten konnte.