Gehör.
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schiedene Formen, die man ohne eigentliche theoretische Grundlage viel-fach geändert hat. Das Wesentliche, allen Gemeinsame ist aber, dass sieein verengertes Ende haben, welches in das Ohr eingesetzt wird, und eintrichterförmig erweitertes Ende, in welches der Sprechende hineinspricht.Hierauf endlich beruhen auch die Sprachrohre, deren man sich auf Schiffenbedient. Denken Sie sich, Sie hätten ein Paraboloid, und im Brennpunktedesselben befindet sich eine Schallquelle, so werden die Schallstrahlen, dievon dem Brennpunkte ausgehen, alle in einer bestimmten Richtung, alleparallel der Axe des Paraboloids fortgeleitct werden. Denkt man sichnun das Paraboloid am Scheitel abgestutzt und an den Mund gesetzt, sowird man durch dasselbe die durch die Stimme erzeugten Schallwellenin bestimmter Richtung fortleiten können. Dasselbe leistet mehr oderweniger jeder trichterförmige Hohlkörper, der vor den Mund gesetzt wird.Die griechischen Schauspieler hatten derartige trichterförmige "Vorrichtungenvor der Mundöffnung an ihren Masken, um der Stimme mehr Tragweitezu geben.
Nach den allgemeinen Gesetzen der "Wellenbewegung müssen dieSehallwellen auch zur Interferenz kommen. Die Interferenz kann man ambesten an den Schwingungen, welche von einer Stimmgabel ausgehen,zeigen. Von einer schwingenden Stimmgabel gehen Stösse aus an derFläche der Zinken und von dem Räume zwischen den Zinken, indemdiese, wo sie gegen einander schwingen, die Luft verdichten und nachbeiden Seiten hinausstossen. Sie sehen aber leicht ein, dass bei dereinen Art' von Wellen die Verdichtungswelle gebildet wird, wenn dieZinken nach aussen schwingen, bei der andern Art von Wellen aber dieVerdichtungswelle entsteht, wenn die Zinken nach innen schwingen. DieFolge davon ist, dass da, wo die Schallwellen übereinander fallen, Ver-dichtungswellen auf Verdünnungswellen und umgekehrt fallen müssen.Dieses Aufeinandcrfallen muss stattfinden in den Diagonalen, welche' ichmir durch die Stimmgabel hindurchgezogen denke, und es ergibt sich, dassin diesen Diagonalen keine Wellenbewegung stattfindet, dass hier diebeiden Wellenbewegungen einander aufheben. Dass dem wirklich so sei,davon kann man sich überzeugen, wenn man die Schallschwingungen aufein Luftmasse überträgt, die in einer Messinghohlkugel, in einem soge-nannten Resonator enthalten ist. Wenn ich die schwingende Stimmgabelüber demselben drehe, so lischt jedesmal der Ton aus, wenn eine Dia-gonale senkrecht auf die Oeffnung des Hohlkörpers zu stehen kommt.
Anders gestaltet sich die Sache, wenn die beiden Wellonsystcmenicht gleiche Schwingungsdauer haben; dann müssen periodische Abwechs-lungen kommen, in welchen einmal Wellenberg auf Wellenberg, das andereMal Wellenberg auf Wellenthal fällt. Diese periodischen Abwechslungenzeigen sich in ihrer einfachsten Form als die sogenannten Schwebungen.Wenn zwei Töne mit einander erklingen und nur sehr wenig von ein-ander verschieden sind, so sind natürlich die Perioden, während welcherder eine dem andern um eine halbe und um eine ganze Schwingungvorauseilt, sehr lang. Es soll also zuerst eine Periode kommen, woWellenberg auf Wellenberg fällt, da wird der Ton verstärkt; dann wirdeine Periode kommen, wo Wellenberg auf Wellenthal fällt, da wird derTon geschwächt u. s. w. Man hört also ein allmäliges Abschwellen undAnschwellen des Tones. Deshalb sagt der Musiker, es seien die beiden