Scheinbare Grösse.
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wenn ich von den entsprechenden gegenüberliegenden Punkten des Objectcsgerade Linien zum vorderen Knotenpunkte hinziehe. Da nun beim Sehenmit unbewaffnetem Auge die Knotenpunkte nur wenig ihren Ort ver-ändern — sie verändern ihren Ort bei der Accommodation, aber in ver-hältnissmässig engen Grenzen — so ist im Grossen und Ganzen diescheinbare Grösse von diesem Winkel abhängig, welchen man mit demNamen dos Schwinkcls bezeichnet.
Nun ist aber die Grösse des rTetzhautbildes nicht das einzige Mittel,wonach wir dio Grösse der Gegenstände beurtheilcn. Wir begnügen unsdamit nur bei kleinen Gegenständen, die wir mit einem Blicke übersehen.ft T enn wir es aber mit grösseren Gegenständen zu thun haben, so durch-messen wir sie mit unseren Augen in ähnlicher Weise, wie der Astronomdie Grössen am Himmel mit seinem Fernrohre durchmisst und ihre Ab-stände nach den Lagen bestimmt, die er demselben geben muss, um einObject nach dem andern einzustellen. Hicbei dreht sich das Auge, indemes aus der Fixation des einen Endes dos Gegenstandes in die des andern
Fig. 37.
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Endes dos Gegenstandes übergeht, um eine Axe, und bei einer andernBewegung wieder um eine andere Axe. Alle diese Axen schneiden sichzwar nicht genau, aber näherungsweisc in einem Punkte, und diesennennen wir den Drehpunkt. Der Drehpunkt ist also derjenige Punkt imAuge, den man sich bei den verschiedenen Bewegungen desselben alsruhend zu denken hat. Dieser aber fällt weder mit dem vorderen, nochmit dem hinteren Knotenpunkte zusammen. Die scheinbare Grösse, derWinkel, den ich bei diesem Durchmessen erhalte, stimmt somit nicht genaumit dem übercin, was ich früher als Gesichtswinkel bezeichnet habe. Solange die Objecte sehr klein sind, so lange ich es nur mit Punkten zuthun habe, die dem Fixationspunkte ganz nahe liegen, so lange wird dieseDifferenz nicht merklich; je mehr ich aber grössere Augenbewegungenmache, um so mehr wird dieser Unterschied merklich, und das ist, wennauch keineswegs der einzige, doch mit ein Grund für die mangelhafteOrientirving, welche wir im indirecten Sehen haben. Dass der Drehpunktdes Auges wirklich hinter den Knotenpunkten liegt, davon kann man sichdurch einen einfachen Versuch überzeugen. Denken Sic sich, ich hätte