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Elektrische Fische.
sehen Säule positiv sein, die dem Kopfende entspricht, und die Seite, diedem Schwanzende entspricht, wird negativ sein. Man hat beobachtet,dass der Zitteraal, wenn er einen Fisch erschlagen will, sich kreisförmigum denselben herumbeugt und nun eine Entladung durch ihn gehenlässt. Du Bois hat nachgewiesen, dass bei dieser Stellung des Fischeskein dichterer Strom durch sein Opfer hindurchgeht, als bei der zu denEnden des Organs symmetrischen ausserhalb des Kreises, und dass eralso diese Stellung nicht annimmt, um seine Beute auf möglichst wirk-same Weise zu treffen, sondern damit sie ihm nicht entrinne.
Der Zittcrwels des Nils, Malapterurus electricus, wurde von Bil-harz, der längere Zeit Professor der Anatomie und Physiologie in Cairowar, anatomisch genau und gründlich untersucht. Auch bei diesem liegtdas elektrische Organ zu beiden Seiten des Körpers, als ein paarigesGebilde. Es ist aber hier mehr mantelförmig, so dass das Thier gewisser-massen in dasselbe eingehüllt ist. Jederseits entspringt aus dem vorderen,an die Medulla oblongata grenzenden Theile des Büekenmarks eine colossalcNervenfaser als nackter Axencylinder von einer sehr grossen Ganglienkugel.Nach G. Fritsch entspringt er von derselben nicht einfach, wie derDeiters'sche oder Wurzelfascrfortsatz der motorischen Rückenmarks-Ganglien-zellen, sondern aus einem reichen Geflechte von Protoplasmafortsätzen,welche die fragliche Zelle aussendet, indem eine grössere Anzahl vonFortsätzen zu einer Faser, der Stammfaser für das elektrische Organ,verschmilzt. Dieser Axencylinder tritt in eine Nervenscheide ein undgeht als elektrischer Nerv zu dem Organe hin, vertheilt sich in demselbendichotomisch, und zwar so lange, bis er alle Elemente desselben mit Endi-gungen versorgt hat. Hieraus erhellt, wie es Babuchin möglich wurde,Beize in umgekehrter Bichtung ablaufen zu lassen und ihre Wirkung zubeobachten. Es wurde der Stamm des Nerven durchschnitten. Dannwurde, nachdem der frei präparirte Nerv eines Froschschenkels an daselektrische Organ angelegt war, ein frei präparirter peripherischer Nervenastdesselben gereizt und der Froschschenkel zuckte.
Das elektrische Organ besteht hier wiederum aus einer grossenMenge von bindegewebigen Kästchen, ganz ähnlich, wie wir dies beim
Zitteraale kennen gelernt ha-ben, nur liegen hier die Käst-chen nicht wie beim Zitteraalein Längsreihen, sondern alter«nirend (siehe Figur 9). Injedem einzelnen dieser Käst-chen liegt wiederum eine Gal-lcrtscheibe, die elektrische End-platte (sie ist in der Figurwieder durch Punktirung kennt-lich gemacht), und zu diesertritt jedesmal von hinten herder Endast einer Nervenfaser.Da bei den übrigen bekanntenZitterfischen die Seite der Platte, auf der sich die Nervenendigung be-findet, negativ wird, so könnte man meinen, dass auch hier das Kopfendedes Thieres positiv und das Schwänzende negativ werde. Banzi hat
Fig. 9.