Unterscheiilungsvennfigcn der Netzhaut.
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Fig. 34.
scheinen auch nicht kurzsichtigen Augen meistens als ein Stern. Heim-holte hat bei seinen Beobachtungen die merkwürdige Wahrnehmung ge-macht, dass zuletzt die schwarzen und weissen Striche nicht gerade bleiben,sondern dass die schwarzen sich etwas im Zickzack biegen und die da-zwischen liegenden weissen kleine Anschwellungen bekommen. Er leitetdies von dem Mosaik der Zapfen in der Fovea centralis retinae ab undvon der Art und "Weise, wie die weissen Striche, die ja das Erregendesind, die in Sechsecken neben einander gestellten Zapfenbasen beleuchten.Die Figuren 34 zeigen A die Erscheinung selbst und B die schematischeDarstellung der Art und Weise, wie sie nach der Ansicht von Helmholtzzu Stande kommt.
Die directen Messungen der Gesichtsschärfe von Helmholtz undvon Anderen verglichen mit den Messungen, welche Köllicker an denZapfen der Fovea centralis vornahm, bestätigen, wie gesagt, dass wir soscharf sehen, wie wir dies theoretisch nur voraussetzen können, dass alsounser Auge als optischer Apparat scheinbarAlles leistet, was nur von ihm erwartetwerden kann. Wir werden später Gelegen-heit haben, uns darüber einigermassen zuwundern, indem wir sehen worden, dass dasAuge als optischer Apparat keineswegs imhöchsten Grade vollkommen ist, dass eskeineswegs das leistet, was ein idealer op-tischer Apparat leisten sollte, nämlich alleStrahlen von einem deutlich gesehenenPunkte wieder auf einen Funkt der Netz-haut zu vereinigen. Es kommt aber dafür etwas Anderes in Betracht. Wirtasten mit den Augen in ähnlicher Weise auf dem Gesichtsobjeete herum,wie ein Blinder mit seinen Fingerspitzen auf einem Gegenstande herum-taslet, um sich eine klare Vorstellung von der Beschaffenheit, von den Er?Iiclmngen und Vertiefungen desselben zu verschaffen. Indem wir mit denAugen auf dem gesehenen Gegenstande horumgleiten, und somit die Bilderder kleinen Gegenstände von einem Zapfen auf den andern übergehenlassen, verschaffen wir uns deutlichere Vorstellungen, als sie uns ein ein-maliger Eindruck verschaffen könnte.
Dass dem wirklich so sei, davon überzeugt man sich leicht, wennman den Lichteindruck so kurz macht, dass es unmöglich ist, währenddieser kurzen Zeit eine merkliche Augenbewegung auszuführen. Wenn wireinen rotirenden Farbenkreisel mit dem Lichte des elektrischen Funkensbeleuchten, so sehen wir die Farben nicht gemischt, sondern wir sehendie einzelnen, verschieden gefärbton Sectoren neben einander stehen. Derelektrische Funke dauert nur so kurze Zeit, dass der Kreisel währenddieser Zeit nur einen sehr kleinen Bruchtheil seiner Umdrehung ausführenkann, dass er sieh während dieser Zeit bei Weitem nicht um die Breiteeines Sectors gedreht hat, denn sonst müssten die Farben gemischt sein.Nun kann ich diese Beleuchtung durch den elektrischen Funken starkgenug machen, dass ich die Gegenstände völlig hell sehe; es wird miraber niemals gelingen, die Gegenstände so deutlich zu sehen, wie ich siebeim ruhigen Ansehen und dauernder Beleuchtung sehe, selbst wenn dieseBeleuchtung verhältnissmässig schwach ist. Wenn des Nachts ein starker