Theorie der Typen.
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dang von 1 Mol. Wasserstoff durch Vertretung eines Atoms H durchdas Radical Cyan: CN, ah.
Der Wasserstofftyp ist jedoch ein rein schematischer, und giebt überdie Bildungs- und Unisetzungsweisen der von ihm abgeleiteten Verbin-dungen keinerlei Aufschluss.
H )H
Die Typen
0,
H NHjbezeichnete die Theorie als primäre oder als Grundtypen.
Denkt man sich 1 Atom Wasserstoff im Wasserstoffmoleküle durchChlor, Brom oder Jod, den Sauerstoff im Wassermoleküle durch Schwe-fel, Selen oder Tellur, den Stickstoff im Ammoniak durch Phosphor,Arsen oder Antimon ersetzt, so hat man die Moleküle des Chlor-,Brom- oder Jodwasserstoffs, des Schwefel-, Selen- und Tellnr-wasserstoffs, des Phosphor-, Arsen- und Antimonwasserstoffs,welche in ihrer Structur und in ihren räumlichen Beziehungen mit denMolekülen der Grundtypen vollkommen übereinstimmen (vgl. Bd. I, 4. Aufl.S. 376 u. ff).
Es sind dies die abgeleiteten Typen der Theorie, von welchen Abgleitetedieselbe eine Anzahl chlor-, brom- und jod-, Schwefel- und seien-,phosphor-, arsen- und antimonhaltiger organischer Verbindungen ab-leitete. Auch ist hier diese Ableitung, wie nachstehende Beispiele dar-thun, nicht ohne innere Berechtigung.
Lassen wir Chlorwasserstoff auf Aethylalkohol einwirken, so findetSubstitution des Wasserstoffs im Chlorwasserstoff durch das Radical Aethylstatt und man erhält Aethylchlorid und Wasser:
C 3 H 5 '1 , III _ C 2 H 5 '1 H
H | u -f C1 1 — C1 1 -f H
Aethylalkohol Salzsäure Aethylchlorid Wasser
Typen.
0
Dem Kalihydrat, KOH, entspricht bekanntlich ein Kaliumsulfhydrat,KSH; ebenso entspricht dem Aethylalkohol, C 2 H 5 OH (Aethyloxydhy-drat), ein Aethylsulfhydrat (Mercaptan), C 2 H 5 S H. So wie wir nun durchEinwirkung von Aethylchlorid auf Kalihydrat Aethylalkohol und Chlor-kalium erhalten, so erhalten wir durch Einwirkung von Aethylchloridauf Kaliumsulf hydrat Aethylsulf hydrat und Chlorkalium:
C 2 H 5 '1 , Kl _ _ C 2 H 5 'I , Kl
Cl) T H| S - H/ S + Cl]
Aethylchlorid Kaliumsulfhydrat Aethylsulfhydrat Chlorkalium
So wie unter den sogenannten Grundtyj)en das Ammoniak der präg-nanteste und innerlich berechtigtste ist, so sind es von den abgeleitetenTypen die Wiederholungen des Ammoniaks, in welchen sich der typi-sche Charakter am reinsten ausspricht. Auch hier waren es wieder be-wunderungswürdige Untersuchungen von A. W. Hofmann, welche dar-thun dass, so wie im Ammoniak der Wasserstoff Atom für Atom durch