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Typus
Wasst'rstui'f,
Allgemeiner Theil.C 2 H 3 0'1 n _ C 2 H 3 0'
3}
C 2 H 3 0'1 , C 2 H 3 0'1 n C 2 H 3 0'| nClj + H.
wohl aber, indem wir Acetylchlorid auf essigsaures Natrium, d. h. auf einessigsaures Salz einwirken lassen, in welchem der nicht dem Kadicaleangehörige, der sogenannte „typische", d. h. dem "Wasserreste des "Wasser-moleküls angehörige "Wasserstoff durch Natrium ersetzt ist:
C 2 H 3 0'1 , C 2 H 3 0'} 0 _ C 2 H 3 0'l n Na{
C1J + Na) U """ C 2 H 3 0'J U " 1 " C1J
Acetylchlorid Essigs. Natrium Essigsäureanhydrid Kochsalz
Offenbar wird durch die ausgesprochenen Affinitäten der Metalle zumChlor die Umsetzung in diesen und allen ähnlichen Fällen begünstigt.
Nach diesen Beispielen, die wir unschwer um ein Bedeutendes ver-mehren könnten, kann dem Typus Wasser innere Berechtigung nicht ab-gesprochen werden, wobei freilich nicht verschwiegen werden darf dass,während die substituirten Ammoniake die grösste Aehnlichkeit mit demAmmoniak selbst zeigen, dies für die vom Typus Wasser abgeleitetenVerbindungen nur in sehr beschränktem Maasse gilt.
Eine grosse Anzahl organischer Verbindungen enthält nur Kohlen-stoff und Wasserstoff als Elementarbestandtheile (Kohlenwasserstoffe,Hydrocarbüre). Es ist klar, dass derartige Verbindungen weder aufden Typus Ammoniak, noch auf den Typus Wasser bezogen werden kön-nen. Für diese Hydrocarbüre zunächst, aber auch für gewisse andereorganische Verbindungen stellte die Theorie
den Typus Wasserstoff, d. h. 1 Molekül Wasserstoff
-}
auf*) und leitete davon eine Anzahl organischer Verbindungen durchVertretung eines oder beider Atome Wasserstoff durch organische Ra-dicale ab. So betrachtete die Typentheorie das Grubengas (Methan):
CH 4 , als C J'
durch das Radical Methyl, CH 3 , ersetzt erschien, als Methylhydrür,
C 2 H 5 '\
d. h. als 1 Molekül Wasserstoff, in welchem 1 At. H
den Kohlenwasserstoff: C 2 H fl (Aethan), als U! „ 5 L als Aethylhy drür,
C TT OMden Aldehyd: C 2 H 4 0, als 2 3 „ |, d.h. als Acetylhydrür, das Ace-
C TT 0' 1ton: C 3 H 6 0, als ' 2 ^ ,|, als Acetylmethylür, d. h. als 1 Molekül
Wasserstoff, in welchem T At. H durch das Radical C 2 H 3 0 (Acetyl), das
andere Atom II durch das Radical CH 3 (Methyl) substituirt erschien, die
CN'lBlausäure, CNH, endlich als tr |> d. h. sie leitete diese Verbin-
*) Bezüglich der zweiatomigen Natur des "Wasserstoffmoleküls vergl. Bd. I,4. Aufl. S. 391 bis 393. '
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