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Farbe stol'i'e.
näherer Bestandtheil des Salieins angesehen werden muss. DieZersetzung wird dargestellt durch die Gleichung:C 26 H 1B Ü 14 = C 14 H 6 0 4 -\- C ls H, s 0 ls .
Das in den süssen und den bitteren Mandeln enthaltene Fer-ment, die Synaptase, bewirkt beim Zusammenkommen mit Salicindie Zerlegung desselben in Zucker und Saligenin, C 14 H 8 0,.
Das Salicin wird häufig in der Mcdicin, zum Theil als Er-satzmittel des Chinins, angewendet.
Farbestoffe.
903. Die in diese Gruppe gehörigen organischen Stoffe kom-men in dem Pflanzenreich, seltener auch im Thierreieh fertig ge-bildet vor, oder sie entstehen in chemischen Processen. Sie sindgrossentheils krystallisirbar, gelb, roth, blau, selten grün gefärbtSie besitzen zum Theil schwach saure Eigenschaften, andere sindvollkommen neutral. Durch die Einwirkung des Lichtes werdensie bei Gegenwart von Wasser zerstört; in ähnlicher Weise wer-den sie durch Chlor (70.) zersetzt, und schwefelige Säure ver-einigt sich mit ihnen zu farblosen Verbindungen. Das Bleichender verschiedenen Stoffe durch Chlor, sehwefelige Säure u.*g. w.ist auf diese Eigenschaften der Farbestoffe gegründet. Viele Farbe-stoffe gehen eine eigenthümlichc Verbindung mit der Pflanzen-oder Thierfaser ein; die Faser entzieht diese Farbestoffe ihrenLösungen und färbt sieh. Andere Farbestoffe verbinden sichnicht unmittelbar mit der organischen Faser, sondern die Fär-bung der Faser wird durch einen Stoff (Beizmittel) vermittelt,welcher sowohl zu der Faser als zu dein Farbestoff Verwandt-schaft besitzt und mit beiden unlösliche Verbindungen eingeht.Eines der gewöhnlichen Beizinittel ist die essigsaure Alaunerde,welche beim Kochen basisch essigsaure Alaunerde abscheidet, diesich mit der organischen Faser vereinigt, und da sie Verwandtschaftzu Farbestoffen hat, diese aus ihren Lösungen aufnimmt. DieThierfaser (Wolle z. B.) ist vor der Pflanzentäser noch durchihre Verwandtschaft zu manchen Säuren (z.B. Indigblausehwel'el-saure) ausgezeichnet, welche sie aus der wässerigen Lösung der-selben aulhimmt. Meistens wird bei dem Färben des Zeuges das-selbe zuerst in die Beize gebracht, wodurch es sich mit dem ba-sischen Salze verbindet, und hierauf in die Farbestofflösung ein-