Gummi.
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Gummi: C, 2 H 10 O 10 .,890. Unter der gemeinschaftlichen Bezeichnung Gummi be-greift man eine Anzahl von Stoffen, welche mit kaltem Wassereine dickflüssige und klebrige Auflösung oder Mischung bilden,und durch Alkohol daraus niedergeschlagen werden. Man findethierbei einen wesentlichen Unterschied, indem einige Gummiarteneine filtrirbare Lösung geben, die anderen in Wasser nur auf-quellen, ohne sich wirklich zu lösen. Erstere Körper nennt manGummi im engeren Sinne, während die letzteren mit demNamen Pl'lanzenschlei m bezeichnet werden.
Das eigentliche Gummi, auch Ar ab in genannt, ist in demSaite vieler Pflanzen gelöst, und wird von denselben häufig ander Rinde ausgeschieden, wo es eintrocknet. Besonders reichlichquillt es aus manchen Arten der Gattung Acacia aus; es wirdgesammelt und als arabisches Gummi in den Handel gebracht.
Das Arabin bildet farblose oder gelbliche Massen, von glas-artigem Glanz und muschligem Bruch. In kaltem Wasser löst essich vollständig auf, und trocknet zu einer gesprungenen, durch-sichtigen Masse ein. Das Gummi besitzt einen faden Geschmackund ist ohne Reaction auf Pflanzenfarben. In einer mit Kupfer-vitriol und Kali versetzten Gummilösung entsteht ein bläulicherNiederschlag, welcher beim Kochen nicht braun wird. Mit ba-sisch essigsaurem Bleioxyd giebt die Gummilösung einen weissenNiederschlag, eine Verbindung von Gummi mit Bleioxyd,Ci. 2 H In O, 0 -f- PbO. Die Zusammensetzung des Gummis nachdem Trocknen bei 100° ist C^HnOn; bei 130° verliert dasselbe1 Aeq. Wasser.
Eine Gummilösung dreht die Polarisationsebene links.Von concentrirter Salpetersäure wird es lebhalt angegriffen,und es scheidet sich in Wasser unlösliche Schleimsäure aus.
Von diesem Arabin wesentlich verschieden, aber von glei-cher Zusammensetzung, ist das Stärkegummi oder das Dex-trin. Es entsteht beim Erhitzen des Stärkmehls für sich (odernachdem es mit 2 Proc. Salpetersäure befeuchtet ist) auf 150 bis200°. Es löst sich schon in kaltem Wasser zu einer dicken Flüs-sigkeit auf, welche mit Kupferoxydlösung und Kali die Reactiondes Traubenzuckers (894.) zeigt und die Polarisationsebene nachrechts dreht. Mit Salpetersäure liefert es keine Schleimsäure,sondern, wie auch der Zucker, Oxalsäure.
Das Dextrin wird jetzt in Fabriken häufig bereitet, und er-setzt das arabische Gummi in vielen Fällen.
Regnault-Strecker's Chemie.
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