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1 (1855) Anorganische Chemie und Abriss der organischen Chemie
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713
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Cerotinsiiure.

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ruen^e von Margarinsäure und Stearinsäure wird, mit etwas Wachsversetzt, in die Formen der Kerzen gegossen.

Die stearinsauren Salze gleichen den margarinsauren.

Cerotinsäure: HO'. C 64 IL, 3 0 3 .

827. Diese Säure kommt im freien Zustande im Bienen-wachs vor, und ist ferner ein Bestandtheil des chinesischen Wach-ses. Man gewinnt sie aus dem Bienenwachs durch wiederholtesAusziehen mit kochendem Weingeist, wobei sie sich beim Erkal-ten aus der Lösung abscheidet. Der Absatz wird in kochendemAlkohol gelöst, und mit essigsaurem Bleioxyd versetzt; es bildetsich unlösliches cerotinsaures Bleioxyd, welches man durch Be-handlung mit Alkohol und Aether von beigemengten Stoffenreinigt, und zuletzt mit starker Essigsäure zersetzt.

Die Cerotinsäure krystallisirt aus Alkohol in feinen Körnern;sie schmilzt bei 79° und erstarrt kristallinisch.

Säuren der allgemeinen Formel: C 2ll H> (n _D 0 4

828. Diese Gruppe von homologen Säuren steht mit denvorhergehenden in der nächsten Beziehung. Sie enthalten alle1 Aeq. durch Basen vertretbares Wasser, so dass ihre rationelleFormel 110 . CsnHsn—«O, geschrieben wird.

Man kennt folgende hierher gehörige Glieder:

Akronsäurc ......HO . C 6 II 3 0,,

Angelikasäure.....HO . C ln H r 0 3 ,

Damalursäure.....HO . C, 4 H 1 0 3 ,

Campholsäure.....HO . C. 2|| H 17 0 3 ,

rhysctölsäure .....110 . C 3S 11 V9 0 3 ,

Oe'lsäure .......HO . C 36 H 33 0 3 ,

Döglingsäure .....HO . C 38 H 35 0 3 ,

Erucasäure......HO . C 44 H 4 ,0 3 .

Beim Schmelzen mit Kalihydrat spalten sie sich unter Ent-wiekclung von Wasserstoff in Essigsäure und eine Säure dervorhergehenden Reihe, welche 4 Aeq. Kohlenstoff weniger ent-hält. DieOelsäure zerlegt sich z.B. mit Kalihydrat inEssig-säure und Margarinsäure nach der Gleichung:

C S8 H 34 0 4 -f 4HO = C 4 H 4 0 4 + C 32 H 34 0 4 + 2 11.Die vier letzten der angeführten Säuren kommen in den