Baldriansäure.
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gewöhnliches Chloral verwandelt wird. Durch Kochen von Chlo-ral mit Salpetersäure wird es in Trichloressigsäure übergeführt:C 4 Cl 3 HO s -)- O, = HO . C 4 Cl 3 0„.Das Chloral steht daher zu der Trichloressigsäure in dem-selben Verhältniss wie der Aldehyd zur Essigsäure.
Buttersäure: HO . C„ ll 7 0 3 .
821. Die Buttersäure findet sich neben mehreren anderenfetten Säuren, mit Glycerin verbunden, in der Butter; ferner imfreien Zustande im Johannisbrod. . Sie entsteht bei verschiede-nen Gährungsprocessen aus Zucker oder milchsauren Salzen,und findet sich daher im Sauerkraut, Gurken u. s. w.; sie bildetsich ferner bei dem Faulen der eiweissartigen Stoffe und desLeims, sowie bei der Oxydation des Butylalkohols.
Man stellt die Buttersäure am besten aus Zucker dar, indemman denselben mit fein zertheiltem kohlensaurem Kalk (Kreide),faulendem Käse und Wasser, bei einer Temperatur von 30 — 35",einige Wochen lang stehen lässt. Die Masse gesteht anfangszu milchsaurem Kalk, wird aber bald flüssig und geht hieraufunter Entwickelung von Wasserstoffgas und Kohlensäure in but-tersauren Kalk über. Der buttersaure Kalk wird durch Zer-setzen mit kohlensaurem Natron in buttersaures Natron ver-wandelt, dieses stark eingedampft und mit Schwefelsäure zer-setzt. Die Buttersäure scheidet sich hierbei als ölige Schichtaber der wässerigen Flüssigkeit ab; man nimmt diese ab undreinigt sie durcii Destillation.
Die Buttersäure ist eine farblose, stark saure Flüssigkeitvon durchdringendem, der Essigsäure ähnlichem Geruch; bei Ge-genwart von Ammoniak wird der Geruch widrig, schweissartig.Ihr specif. Gewicht ist 0,988 bei 15°; sie siedet bei 157°. Sielässt sich in allen Verhältnissen mit Wasser mischen, wird aberaus der Lösung durch Schwefelsäure oder Alkalisalze als ölartigeSchicht abgeschieden.
Die buttersauren Salze sind mit Ausnahme des Silber-salzes leicht in Wasser löslich; die Alkalisalze sind zerfliesslich,nicht krystallisirbar, von seifenartigem Ansehen.
Man kennt alle die Verbindungen des Radicals der Butter-saure, welche den bei der Essigsäure angeführten Verbindungenentsprechen.
Baldriansäure: HO . C l0 H a O 3 .
822. Die Baldriansäure kommt in der Baldrianwurzel (Ta/e-