Essigsaure Salze.
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und 3 Thln. Braunstein dar. Das in einer sehr kalt gehaltenenVorlage gesammelte Destillat wird mit geschmolzenem Chlor-caleium versetzt und im Wasserbad abdestillirt. Der Aldehydecht hierbei über, ist aber .noch mit verschiedenen gleichzeitiggebildeten Stoffen vermengt; er wird daher mit Aether ver-mischt und trocknes Ammoniakgas eingeleitet, womit er einein Aether unlösliche Verbindung, Aldehyd-Ammoniak, NH 3 .1,11,0s, bildet, welche sich in rhomboedrischen Krystallenabscheidet. Beim Zersetzen von Aldehyd-Ammoniak mit ver-dünnter Schwefelsäure destillirt der Aldehyd als dünne wasser-helle Flüssigkeit, von erstickendem Geruch über. Das specif.Gewicht des Aldehyds ist: 0,801, er siedet bei 21°, mischt sichin jedem Verhältniss mit Wasser, Alkohol und Aether. Er ziehtaus der Luft leicht Sauerstoff an, und verwandelt sich in Essig-säure, 0,114 02-1-02=0,114 04. Erwärmt man die wässerigeLosung desselben mit salpetersaurem Silberoxyd und wenig Am-moniak, so überzieht sieh die Wand des Gefässes mit einemglänzenden Silberspiegel. Der Aldehyd entzieht nämlich demSilberoxyd den Sauerstoff und scheidet hierdurch das Silbermetallisch ab. Diese Reaction ist charakteristisch für die Classeder Aldehyde (man kennt ausser dem, der Essigsäure zugehöri-gen Aldehyd, auch den Butyraldehyd, C g H B O a , den Va-lerianaldehy d , C 10 H, 0 0 2 , den Oenanthyl-Aldehy d,C^H^Oj, und den Capr inaldehyd, C 20 H s „ 0 2 ).
817. Das Chloracetyl, C, Hj 0 8 Cl, bildet sich bei derBehandlung von Essigsäurehydrat mit Funifaeh- Chlorphosphor,sowie beim Zusammenbringen von trocknem essigsaurem Natronmit Phosphoroxychlorid. Man stellt es gewöhnlich auf letzteremWege dar. und bringt das essigsaure Natron in eine mit gut ge-kühlter Vorlage versehene Retorte. Setzt man nun tropfenweisePhosphoroxychlorid zu, so findet eine heftige Einwirkung statt;die Masse erwärmt sich und das Chloracetyl destillirt über. Manreinigt es durch abermalige Destillation über etwas essigsauresXatron, und erhält es dadurch als farblose leicht beweglicheFlüssigkeit, die an der Luft schwach raucht. Es siedet bei 55°;sein specif. Gewicht ist 1,125 bei 11°. Es riecht sehr stark, wie(.oncentrirte Essigsäure und Chlorwasserstoffsäure, und sein Dampfgreift die Schleimhäute heftig an. In Wasser sinkt es anfangsunter, zersetzt sich aber schnell unter heftiger Wärmeentwicke-lung in Essigsäure und Chlorwasserstoffsäure:
C, PL O s Cl + 2 FI O = H Cl + II O . C, II, O f .
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