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1 (1855) Anorganische Chemie und Abriss der organischen Chemie
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Atomthcori o.

zahl des Körpers ausgedrückt wird, so kann die Verbindung nurin Vielfachen der Aequivalentzahlen erfolgen.

Das Gewicht des zusammengesetzten Atoms wird durch dieSumme der Gewichte der in Verbindung getretenen Atome aus-gedrückt. Dies giebt uns den Grund an, warum das Aequivalenteiner Verbindung gleich der Summe der Aequivalente der miteinander verbundenen Stoffe ist.

753. Die Anzahl der in einem zusammengesetzten Atomenthaltenen einfachen Atome lässt sich durch den Versuch be-greiflicher Weise nicht ermitteln, und es bleibt daher von deinErmessen der Chemiker abhängig, dafür bestimmte Zahlen an-zunehmen. Man kann z. B. statt in dem Wasser 1 Atom Sauer-stoff mit 1 Atom Wasserstoff, auch 1 Atom Sauerstoff mit 2 Ato-men Wasserstoff (oder mit einer beliebigen anderen Anzahl) ver-bunden annehmen; das Atomgewicht des Wasserstoffs würde inletzterem Falle nur halb so gross sein als in ersterem. Diemeisten Chemiker sind übereingekommen, den Atomen die rela-tiven Gewichte der Aequivalente zu geben, und daher Atomge-wicht und Aequivalent zahl als gleichbedeutend anzunehmen.

Andere Chemiker haben einer anderen Ansicht den Vorzuggegeben, welche aber mit den jetzt bekannten Thatsachen inWiderspruch steht. Sie nehmen an, dass gleiche Volumeder einlachen Gase unter denselben VerhältnissendesDrucks und der Temp eratur die nämliche Anzahlvon Atomen enthalten. Da 1 Volum Sauerstoff sich mit2 Volumen Wasserstoff zu Wasser verbindet, so besteht nachdieser Annahme das Wasser aus 1 Atom Sauerstoff und 2 AtomenWasserstoff, und die atomistische Zusammensetzung des Wassersmuss durch II 2 O dargestellt werden. Da ferner 2 Volume Stick-stoff sich mit 1, 2, 3, 4, 5 Volumen Sauerstoff verbinden, sonehmen sie an, dass auch 2 Atome Stickstoff mit 1, 2, 3,4, 5 Ato-men Sauerstoff sich verbunden haben, und schreiben die Formelndieser Verbindungen:

N 2 O, N s O s , N 8 0 8 , N, O.,, N, O v

1 Vol. Chlor vereinigt sich mit 1 Vol. Wasserstoff zu Chlor-wasserstoffsäure; um aber den Zahlenverhältnissen der Aequiva-lente zu entsprechen, nehmen einige Chemiker an, dass sich 2 Vol.Chlor mit 2 Vol. Wasserstoff, mithin 2 Atome Cldor mit 2 Ato-men Wasserstoff vereinigen, wonach die atomistische Formel derChlorwasserstoffsäure IljCl 2 geschrieben wird. Das Atomge-wicht des Wasserstoffs, Stickstoffs, Chlors, und in ähnlicher Weisedas des Broms, Jods, Fluors, Phosphors, Antimons, Arsens wird