A t o m t h eorie.
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welche Ansicht aber die Molekularconstitutidn der Körper manauch immerhin haben mag, weil sie der unmittelb are Aus-druck der durch den Versuch gefundenen Thatsa-rhen ist.
Man hat aber auch auf die Gesetze der ehemischen Aequi-valente eine Theorie gegründet, welche eine Erklärung dieserGesetze zu geben su ht. Man kann die völlige Uebereinstimmungdiu- Thatsachen mit den aus der Theorie der Atome gefol-gerten Schlüssen, als einen starken Beweisgrund für die Bichtig-keit der Hypothese anführen. Wir wollen in dem Folgenden denwesentlichen Inhalt der Atomtheorie darlegen.
Wie schon (3.) angeführt wurde, halten die Chemiker dieTlieilbarkeh des Stoffes nicht für unbegränzt, sondern sie nehmenan. dass alle einfachen Körper aus sehr kleinen Theilchen, Atomeoder Moleküle genannt, bestehen, welche keiner weiteren Thei-lnng fähig sind. Alle diese Atome eines einfachen Stoffes sindeinander gleich und gleich schwer. Die Verbindungen der ein-lachen Atome entstehen nach dieser Hypothese dadurch, dasssich die Atome der einfachen Stoffe neben einander lagern. DasAtom eines zusammengesetzten Stoffes besteht hiernach aus einerflruppe der Atome der darin enthaltenen einfachen Stoffe. Das-selbe ist mechanisch nicht weiter theilbar, sondern nur durchKinwirkung chemischer Kräfte, welche die Verwandtschaft der ein-zelnen Atome aufheben, und dadurch eine Trennung der das zu-sammengesetzte Atom bildenden einfachen Atome bewirken.
Die relativen Gewichte dieser Atome der verschie-denenStoffe werden durch die Aequivalentzahlen aus-gedruckt. Nimmt man z. !!. an, dass das Wasser durch Ver-einigung einer gleichen Anzahl von Wasserstoff- und Sauerstoff-atomen entstanden ist, so müssen die Gewichte der Wasserstoff-und Sauerstoffatome sich wie 1 : 8 verhalten, weil stets 1 Gewichts-tlieil Wasserstoff sich mit 8 Gewichtstheilen Sauerstoff ver-einigt.
Das Gesetz der multiplen Proportionen ergiebtsich als eine nothwendige Folgerung der Atomtheo-rie. Die Verbindungen bestehen nämlich hiernach aus aufgleiche Weise zusammengesetzten Atomen, und es ist daher nurmöglich, dass sich 1 Atom des Körpers A mit 1, 2, 3, 4, 5 . . .Atomen von B; oder 2 Atome von A mit 1, 2, 3, 4, 5 . . . Ato-men von B, oder 3 Atome von A mit 1, 2, 3, 4, 5 . . . Atomenvon B zu einem zusammengesetzten Atom vereinigen. Da nundas relative Gewicht eines jeden Atoms durch die Aequivalent-