Druckschrift 
1 (1855) Anorganische Chemie und Abriss der organischen Chemie
Entstehung
Seite
456
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

r.«z^

45G

Ei

delt es sich unter Entwickelung von schwcfeliger Saure undSchwefelsäure in Eisenoxyd (49C).

Kohlensaures Eisenoxydul.

502. Das kohlensaure Eisenoxydul kommt in der Natur inRhomboedern, ähnlich denen des Kalkspaths, vor; man nenntdieses werthvolle Mineral: Späth eis enstein. Beim Erhitzenin einer thönernen Retorte entwickelt sich aus dem Spatheisen-stein ein Gemenge von Kohlensäure und Kohlenoxydgas, undim Rückstand bleibt Eisenoxydoxydul.

Durch doppelte Zersetzung la.-M es sich nicht rein dar-stellen (500.).

Das kohlensaure Eisenoxydul ist in kohlesäurehaltigemWasser löslich, weshalb man es in einzelnen Mineralquellen(Stahlwasser) gelöst findet. An dem Rande solcher Quellenscheidet sich stets Eisenoxydhydrat, gemengt mit anderen Stoffen,als Eisenocker aus.

Eisenoxydsalze.

503. Man stellt diese Salze durch Auflösen -von Eisenoxyd-hydrat in Säuren, oder durch Oxydation der Eisenoxydulsalzebei Gegenwart von Säuren, dar.

Erhitzt man z. B. schwefelsaures Eisenoxydul mit Salpeter-säure, so verwandelt es sich unter Entwickelung rother Dämpfein schwefelsaures Eisenoxyd. Die Losung färbt sich hierbei an-fangs dunkelbraun, weil das entstehende Stickstoffoxyd von nochunzersetztem schwefelsaurem Eisenoxydul mit brauner Farbe ab-sorbirt wird (135.). Das schwefelsaure Eisenoxydul. FeO.S0 3 .kann sich nicht in neutrales schwefelsaures Eisenoxyd, Fe 2 0 8 .8 S 0,,verwandeln, wenn man nicht noch Schwefelsäure zusetzt. Manführt die Eisenoxydulsalze auch dadurch in Eisenoxydsalze über.dass man in ihre Lösung bei Gegenwart von überschüssigerSäure Chlorgas leitet.

Die Eisenoxydulsalze werden bei gewöhnlicher Temperaturin sauren Lösungen durch übermangansaure* Kali leicht inEisen-oxvdsalze verwandelt:

10 (FeO . S 0 3 ) ■+-8S0 3 +KO . Mn 2 0 7 = 5(Fe 2 O,. 8 S0 3 )+ KO.S0 3 + 2(MnO.S0 3 ).