Eisenoxydsalze.
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Man wendet diese Zersetzung zur quantitativen Bestimmungder in einer Lösung enthaltenen Menge von Eisenoxydul an, in-dem man überschüssige Säure (Schwefelsäure oder Salzsäure)zusetzt, und hierauf aus einer Bürette allmälig eine Auflösungvon übermangansaurem Kali von bekanntem Gehalt zutropft, solange noch die rothe Farbe der Uebermangansäure verschwindet.Sobald ein Tropfen der Uebermaugansäurelösung im Ueberschusszugesetzt ist, nimmt die Flüssigkeit eine röthliehe Farbe an.Man erkennt hierdurch, dass sämmtliches Eisenoxydul in Eisen-oxyd übergeführt ist, und hat an der Menge der verbrauchtenManganlösung ein Maass für die Quantität des vorhanden gewe-seneu Eisenoxyduls.
Bringt man die Lösungen des Eisenoxyds mit metallischemEisen, oder Zink, mit schwefeliger Säure oder Schwefelwasser-stoff zusammen, so verwandelt sich das Eisenoxyd (besondersleicht beim Erwärmen) in Eisenoxydul:
Fe s 0 3 .3SO a + HS = 2(FeO.SO s )-)-SOa.HOH-S.
Das schwefelsaure Eisenoxyd bildet mit dem schwefelsaurenKali oder Ammoniak eine dem gewöhnlichen Alaun entsprechendeVerbindung:
KO . S O a -+- Fe, 0 3 . 3 S 0 8 -f- 24HO.
Sie krystallisirt in farblosen regulären Octaedern. und manerhält sie beim Verdampfen der vermengten Lösungen von schwe-lelsaurem Eisenoxyd mit schwefelsaurem Kali in niedriger Tem-peratur; beim Abdampfen in der Wärme wird der Eisen-Alaunleicht zersetzt.
Die neutralen Eisenoxydsalze sind grossentheils farblos, diebasischen meist gelb oder roth gefärbt; in Wasser lösen sie sichmit gelber Farbe, die um so dunkler wird, je mehr sich dieLösung der Neutralität nähert: auf Zusatz von wenig Kali wirddie Lösung braunroth geiärbt.
Das Oxalsäure Eisenoxyd ist nicht in Wasser, aber in ver-dünnter Oxalsäure löslich; mit Oxalsäuren Alkalien bildet es inWasser lösliche Doppelsalze, von welchen das Oxalsäure Eisen-oxyd-Natron, 3 (Na 0 . C 2 0 3 ) -+- Fe 2 O s . S C 2 0 3 -f- G II O, besondersleicht in grossen smaragdgrünen Krystallen erhalten wird.
504. Die fixen Alkalien und Ammoniak bringen in diesenLösungen einen braunen Niederschlag von Eisenoxydhydrathervor, welcher im überschussigen Alkali sich nicht löst.
In gleicher Weise geben die kohlensauren Alkalien einenNiederschlag von Eisenoxydhydrat.
Schwefelwasserstoff bewirkt in den Eisenoxydlösungen einen
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