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1 (1855) Anorganische Chemie und Abriss der organischen Chemie
Entstehung
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IV. Schwere Metalle.

Mangan.

Acquivalent: Mn = 27,0.

477. Das Mangan *) erhält man in metallischem Zustandedurch Reduction eines Oxyds desselben mit Kohle bei hoherTemperatur. Man glüht zuerst kohlensaures Manganoxydul ineinem verschlossenen Tiegel, und vermischt das hinterbleibendesehr dichte Manganoxydul innig mit 1 / l0 seines Gewichts Holz-kohle und '/i 0 geschmolzenem Borax. Die Mischung wird ineinem mit Kohle ausgefütterten Tiegel im Essenleuer der höch-sten Temperatur, die man damit erreichen kann, ausgesetzt. DerZusatz von Borax dient dazu, die Vereinigung der einzelnen re-ducirten Metalltheilchen zu einem einzigen Stück zu erleichtern.Man erhält hierdurch das Mangan mit einergewissen Menge von Kohle verbunden, undreinigt es durch abermaliges Schmelzen mitetwas kohlensaurem Manganoxydul in einemverschlossenen Porcellantiegcl, den man ineinen lutirten irdenen Tiegel (Fig. 141) stellt.Das hierdurch in reinem Zustande erhalteneMangan besitzt eine gewisse Dehnbarkeit;es lässt sich feilen, zerbricht aber beimSchlagen unter dem Hammer. Es zeigt einengrauen Bruch, ähnlich wie manche Gusseisensorten. Sein speeif.Gewicht ist 8,0; es ist so schwer schmelzbar wie das Eisen.

*) Das Manganoxyd ist seit Langem bekannt, aber Scheele zeigtezuerst 1774, dass es ein eigenthümliches Metalloxyd ist, worausGähn mehrere Jahre später das MetaU darstellte.